Lange Haftstrafen im Prozess um vergiftete Hamburger Familie
Im November 2025 starb eine Hamburger Familie in Istanbul. Sie war in ihrem Hotel mit Pestiziden vergiftet worden. Nun wurde ein Urteil gefällt.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine deutsche Familie starb im November 2025 in Istanbul.
- Sie war durch ein Pestizid zur Schädlingsbekämpfung vergiftet worden.
- Nun hat ein Gericht für die Verantwortlichen lange Haftstrafen verhängt.
Familienferien in Istanbul endeten für eine Familie aus Hamburg im November 2025 tödlich.
Eine 27-jährige Mutter, ein 38-jähriger Vater und ihre zwei Kinder (drei und sechs Jahre alt) verstarben. Sie wurden durch ein Pestizid zur Schädlingsbekämpfung vergiftet.
Nun ist im Prozess rund um den Fall ein Urteil gefallen: Der Betreiber des Hotels wurde zu 13 Jahren und 4 Monaten Haft verurteilt.
Auch der Inhaber der Schädlingsbekämpfungsfirma, dessen Sohn und ein Mitarbeiter erhielten lange Haftstrafen. Sie müssen zwischen 18 Jahren und 12 Jahren und 2 Monaten hinter Gitter.
Bruder des toten Vaters spricht von «gerechter Strafe»
Als Grund nannte der Richter «bewusste fahrlässige Tötung». Die angeklagten Rezeptionisten wurden freigesprochen.
Der Anwalt der Familie, Yasar Balci, hatte eine Bestrafung wegen vorsätzlicher Tötung gefordert. Die Anwälte der Angeklagten plädierten auf Freispruch.
Der Bruder des verstorbenen Vaters sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), er empfinde 18 Jahre als eine «gerechte Strafe». Das Urteil ist bisher nicht rechtskräftig, die Verurteilten können noch in Berufung gehen.











