Länder haben Reisehinweise für Frankreich angepasst – Schweiz nicht
Nach den Krawallen vom Wochenende haben etwa Deutschland und Italien ihre Reisehinweise angepasst. Das EDA erklärt, es habe die Warnung schon vorher geändert.

Das Wichtigste in Kürze
- In Frankreich sind für das kommende Wochenende erneut Proteste angekündigt.
- Entsprechend warnen diverse Länder vor den Gegebenheiten vor Ort.
- Die Schweiz schreibt ebenfalls, man soll Demos meiden. Hat ihre Hinweise diese Woche aber nicht neu angepasst.
Die Krawalle in Frankreich vom Samstag haben schockiert. 3000 Geschäfte im ganzen Land wurden verwüstet. Der Schaden ist derart gross, dass sogar die Finanzmärkte darauf reagiert haben.
Das soll es aber nicht gewesen sein.
Für dieses Wochenende sind in Frankreich erneut Demonstrationen angesagt. Das schürt Angst. Denn wie sich die Bewegung in den kommenden Tagen entwickeln wird, ist gemäss Experten unsicher.
Als Reaktion darauf haben mehrere Länder ihre Reisehinweise angepasst.
So heisst es etwa aus Italien, dass Staatsangehörige ihren Aufenthalt in Frankreich auf einer Website oder über eine App registrieren sollten, damit sie ausfindig gemacht werden könnten.
Gleichzeitig werden sie aufgefordert, grosse Menschenansammlungen zu meiden und äusserste Vorsicht walten zu lassen.
Das deutsche Auswärtige Amt schreibt, «weitere Ausschreitungen sind in den kommenden Tagen nicht auszuschliessen.» Deshalb werden deutsche Staatsangehörige aufgefordert, den Anweisungen der örtlichen Polizei Folge zu leisten.
Zudem warnen die Deutschen, dass Bürger mit Geldstrafen oder Schadenersatzforderungen rechnen müssen, wenn sie eine nicht genehmigte Demonstration nicht verlassen, obwohl sie dazu aufgefordert werden.
China ruft zu «Wachsamkeit» auf
Auch das tschechische Aussenministeriums schreibt gemäss «Reuters», die Sicherheitslage in Frankreich habe sich verschlechtert.
Sogar China hat gemäss staatlichen Medien reagiert. Das chinesische Aussenministerium und die diplomatischen Vertretungen Chinas in Frankreich haben chinesische Staatsangehörige dazu aufgerufen, angesichts möglicher Risiken wachsam zu bleiben.
Sie sollen ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärken und Gebiete meiden, in denen Demonstrationen stattfinden.
Die Schweiz schreibt weiterhin: «Reisen nach Frankreich gelten grundsätzlich als sicher.»
Die Reisehinweise seien aktuell und schon vor den Demonstrationen vom 17. Oktober aktualisiert worden, sagt Eda-Sprecher Pierre-Alain Eltschinger auf Anfrage von Nau.ch. Die Demonstrationen würden ja nicht erst seit diesem Wochenende laufen.
Eda schreibt: «Meiden Sie Demonstrationen jeder Art»
So warnt denn auch die Schweiz, dass im ganzen Land und insbesondere in den Grossstädten mit Demonstrationen gerechnet werden müsse. «Dabei kann es zu gewalttätigen Zusammenstössen zwischen Demonstrierenden und den Sicherheitskräften kommen», schreibt das Eda.
Auch Sachbeschädigungen, Brandstiftungen und Strassenblockaden kämen vor. Fett gedruckt steht zudem: «Meiden Sie Demonstrationen jeder Art und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren).»
Bei Streiks müsse mit Behinderungen und Verspätungen im Reiseverkehr gerechnet werden.
Am kommenden Wochenende wird sich zeigen, ob die Länder ihre Reisehinweise erneut aktualiseren müssen.









