Es schlängelt in Deutschland: Mehrmals wurden Exoten wie ein Königspython in einem Badesee entdeckt. Dort gehört er aber nicht hin. Experten erklären.
Königspython Badesee
Eine Koenigspython schlängelt sich am Dienstag, 18. August 2009 auf der Hand von Christine Stroehlein im Dschungelparadies in Neuenmarkt. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • In Deutschland sorgen Schlangen für Aufregung.
  • Erst wurde eine Anakonda im See gesichtet, dann eine Boa constrictor auf dem Spielplatz.

Eine Anakonda im Badesee, eine Boa constrictor auf dem Spielplatz - Schlangen sorgen vermehrt für Aufregung in Deutschland. In den meisten Fällen geht es um ausgesetzte oder ausgebüxte Exoten wie ein Königspython. «Wir baden hier die ganzen Trends aus», klagt eine Tierheim-Sprecherin.

Schlangen bleiben meist im Verborgenen und haben anders als Vögel, Hunde oder Katzen ein echtes Imageproblem. Zuletzt kamen die Schlangen in Deutschland aber aus ihren Verstecken: Es wurde eine zwei Meter lange und neun Kilogramm schwere Boa constrictor auf einem Spielplatz in Berlin gefangen.

Königspython
Ein Königspython posiert in seinem Terrarium. (Symbolbild) - Keystone

Wenig später wurde ein Königspython in einem Badesee entdeckt. Solch exotische Exemplare sind zumeist ausgebüxt oder wurden ausgesetzt - die Zahl dieser Fälle häuft sich. Einheimische Arten sorgen dagegen nur äusserst selten für Wirbel.

Königspython eine typische Terrarienschlange

Sowohl die Boa constrictor als auch der Königspython seien typische Terrarienschlangen, erklärt Sebastian Lotzkat vom Frankfurter Senckenberg-Forschungsinstitut. Im Sommer hätten sie hierzulande zwar eine Überlebenschance in freier Natur. «Wenn der Winter kommt, gehen sie ein», sagt der Biologe. Sie seien schlicht nicht frosttolerant.

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