Kinderschützer befürchten: Kinder erneut Corona-Verlierer

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    Deutschland,

    Die Delta-Variante des Coronavirus verbreitet sich auch in Deutschland schnell. Müssen sich Schülerinnen und Schüler darauf einstellen, dass nach den Sommerferien wieder harte Beschränkungen greifen?

    Wie es nach den Sommerferien für Schülerinnen und Schüler weitergeht, ist unklar. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB
    Wie es nach den Sommerferien für Schülerinnen und Schüler weitergeht, ist unklar. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus auch hierzulande mahnt der Kinderschutzbund zu mehr Vorbeugung und besserem Schutz an den Schulen.

    Auch in dieser Phase der Pandemie werde dafür politisch wieder nicht genug unternommen - etwa durch bessere Digitalausstattung oder den rechtzeitigen Einbau von Lüftungen, sagte Verbandspräsident Heinz Hilgers dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. «Das ist ein einziges Trauerspiel», bilanzierte er. «Ich fürchte, die Kinder werden erneut die Verlierer der Pandemie sein.»

    Hilgers nannte es insgesamt bedenklich, wie viele Freiheiten jetzt schon wieder gewährt werden. «Da werden Feste mit 1000 Menschen gefeiert, die Fussball-Stadien werden immer voller. Mein Rat wäre deshalb, es mit den Freiheiten nicht zu übertreiben, um im Herbst nicht in eine neue Krise hineinzurutschen.»

    Die zunächst in Indien nachgewiesene Delta-Variante verbreitet sich inzwischen in vielen Ländern schnell. Als gesichert gilt, dass sie deutlich ansteckender ist als alle anderen bekannten Varianten.

    Gewerkschaft fordert Investitionen in Schul-Infrastruktur

    Auch die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte, die Schulen müssten endlich krisenfest gemacht werden. Die Vorsitzende Maike Finnern sagte dem RND, das beinhalte Investitionen in Gebäude, Infrastruktur, mehr Personal und Luftfiltergeräte in Klassenräumen. Auch die Lehrkräfte wünschten sich in erster Linie Präsenzunterricht für alle. Sie betonte aber zugleich: «Der Schutz der Gesundheit aller hat auch in der Schule Vorrang.» Konkret befand sie: «Auch nach den Ferien werden Hygienekonzepte wie eine Teststrategie und Masken eine wichtige Rolle spielen, um eine Ausbreitung der Delta-Variante zu unterbinden.»

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der «Süddeutschen Zeitung»: «Es ist unser Ziel, dass Schule nach den Ferien so normal wie möglich wieder starten kann. Das sind wir den Kindern und Jugendlichen schuldig.»

    Kinder aus einkommensschwachen Familien leiden

    Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte der «Welt», natürlich gebiete das Pandemiegeschehen weiter grosse Vorsicht. «Deshalb ist es aber der Job der Bundesregierung, das Land auf diese Entwicklungen vorzubereiten.» Für Kinder aus einkommensschwachen Familien forderte sie zusätzliche Unterstützung mit Sprachförderung, Sport- und Erlebnisangeboten sowie besserer Beratung und Einzelfallhilfe für die Schüler. Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Thomas Sattelberger, sagte, vor allem Kinder aus armen Familien müssten es jetzt ausbaden, dass die Verantwortlichen die Digitalisierung der Schulen haben schleifen lassen.

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