NATO

    «Kill Switch»: Kampfjets F-35 – Europas Nato-Problemlöser?

    Sandra Morgenroth
    Sandra Morgenroth

    Deutschland,

    Europas Abhängigkeit von US-Rüstungsgütern wächst, besonders beim F-35-Jet. Können die USA die Kampfjets aus der Ferne lahmlegen?

    Kampfjet
    Ein Kampfjet vom Typ F-35: Die deutsche Regierung hat in den USA 35 der Tarnkappenjets bestellt. (Archivbild) - keystone

    Die Beziehungen zwischen den USA und Europa sind komplizierter geworden. Das führt zu Bedenken bezüglich der Abhängigkeit von US-amerikanischer Rüstung, so «t-online».

    Ein grosses Problem ist der F-35-Jet, den viele europäische Länder nutzen oder bestellt haben.

    «Kill Switch» – Mythos oder Realität?

    Die USA haben offenbar eine «Kill Switch»-Option für die F-35, heisst es. Sie könnten die Kampfjets aus der Ferne deaktivieren.

    Kampfjets
    Es kursieren Gerüchte über eine «Kill Switch»-Option für die Kampfjets F-35. (Archivbild) - Depositphotos

    Christophe Gomart, Ex-Chef des französischen Militärgeheimdienstes, warnte laut «Merkur» davor.

    «Mehr als nur ein Gerücht»

    Joachim Schranzhofer ist Kommunikationschef des deutschen Rüstungskonzerns Hensoldt. Er äussert sich ähnlich:

    «Der «Kill Switch» in der F-35 ist mehr als nur ein Gerücht. Viel einfacher geht’s aber über das Missionsplanungssystem, dann bleibt der Flieger gleich am Boden.»

    Kampfjets F-35: Alternativen

    Es sei unwahrscheinlich, dass die USA die Kampfjets per Knopfdruck lahmlegen. Doch eingeschränkte Missionsplanung würde die Jets stark beeinträchtigen, erklärt er.

    Kampfjets
    Viele europäische Länder nutzen die Kampfjets F-35. (Symbolbild) - Depositphotos

    Welche Alternativen gibt es zum F-35?

    Dassault Rafale – Frankreichs Antwort

    Die Rafale ist ein schwerer Mehrzweckkämpfer mit hoher Reichweite und Nutzlast. Sie kann grössere Waffenmengen tragen, inklusive Nuklearwaffen, berichtet «t-online».

    Zudem ist sie für Flugzeugträger geeignet und somit ideal für Marinemissionen, heisst es weiter.

    Saab JAS 39 Gripen – Schwedens Option

    Die Gripen ist ein leichtes, kosteneffizientes Kampfflugzeug. Sie kann von kurzen oder improvisierten Pisten starten.

    Saab JAS 39 Kampfjets
    Der Saab JAS 39 Gripen aus Schweden ist kosteneffizient und besonders geeignet für kleinere Länder mit begrenzter Infrastruktur. (Archivbild) - keystone

    Dies macht sie für kleinere Länder mit begrenzter Infrastruktur attraktiv, wird weiter ausgeführt.

    Korea Aerospace Industries KF-21 Boramae

    Die KF-21 positioniert sich zwischen den genannten Flugzeugen. Sie bietet moderne Sensoren und Tarnkappeneigenschaften, wenn auch in geringerem Umfang.

    Sie ist einfacher zu warten und kostengünstiger im Unterhalt, wird im Artikel betont.

    Abhängigkeit und strategische Überlegungen

    Die Rafale ist vielseitig, kampfstark und unabhängig, insbesondere durch ihr europäisches Triebwerk. Die Gripen ist flexibel und kosteneffizient.

    Machen dir die Spannungen zwischen den USA und Europa Sorgen?

    Bei der Gripen und KF-21 bestehen Zweifel wegen der Abhängigkeit von den USA.

    Ein Missionsplanungssystem unterstützt die Planung sicherer Flugwege. Es berücksichtigt zivile Luftbewegungen, Wetterdaten und Bedrohungen.

    Kritik an der US-Dominanz

    Paul Maurice vom Französischen Institut für Internationale Beziehungen kritisiert die deutsche Entscheidung für die F-35. Er sieht darin ein Symbol amerikanischer Macht innerhalb der Nato, wie der «Merkur» meldet.

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    Kommentare

    User #6074 (nicht angemeldet)

    Nun haben wir den Salat der Rafale wäre Geostrategisch die besten Lösung gewesen. Das die Russischen Jets ausgeschlossen wurden ist dazumal eine auch sehr fadenscheinige Begründung gewesen und man hat sich für ein Produkt entschieden das seit seiner Gründung im Krieg steht. Es würde mich erstaunen wenn Frau Amherd nächste Woche verkündet das Sie neu bei Lockheed ein Posten besetzt dies aber überhaupt nichts mit der Beschaffung zu tun hat.

    User #5802 (nicht angemeldet)

    Die Türkei wurde ja rausgeschmiessen aus dieser Sache und ist als einziger ex Kunde in einer Win Win Situation. Anzahlung war 1 Mia Dollar für 118 bestellte Jets. Aber man wurde an der Produktion für gewisse Schlüsselteile miteinbezogen und konnte wichtiges Know How für Entwicklung der eigenen Luftfahrt sammeln. Die Milliarde gibts nicht zurück aber immernoch kleiner Preis bezogen auf 118 Jets bei denen die Codes zum Start jeden Tag von den Usa eingeholt werden müssten, sogar für Trainingsflüge.

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