Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner hat Forderungen nach höheren Krankenkassenbeiträgen für Ungeimpfte abgelehnt.
Grünen-Bundesgeschäftsführer Kellner
Grünen-Bundesgeschäftsführer Kellner - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Grünen-Bundesgeschäftsführer: Politik reagiert bei Impfpflicht auf Virus-Änderung.

Er halte dies «für den falschen Weg», sagte Kellner am Dienstag im ZDF-«Morgenmagazin». «Unser Gesundheitswesen basiert auf dem Gedanken von Solidarität. Es ist egal, ob Sie jeden morgen joggen gehen und fit sind oder ob Sie 20 Zigaretten am Tag rauchen.» Die Beitragssätze seien für alle Menschen gleich und das sei richtig so.

Insbesondere der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte vorgeschlagen, für Ungeimpfte finanzielle Nachteile bei der Krankenversicherung zu erwägen. Er begründete dies damit, dass das Risiko für Ungeimpfte, an Covid-19 schwer zu erkranken, deutlich erhöht sei.

Kellner verteidigte seinerseits Pläne für eine Corona-Impfpflicht. Es habe sich in den vergangenen Monaten gezeigt, dass sich das Virus verändert habe, ansteckender geworden sei und auch Infektionen über Geimpfte möglich seien. Für den Schutz vor dem Erreger sei deshalb nun «eine Impfquote von weit über 90 Prozent nötig», sagte er. Deshalb habe die Politik bei der ursprünglich ausgeschlossenen Impfpflicht nicht «einfach die Positionen über Bord geworfen», sondern auf neue Erkenntnisse reagiert.

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