Katholische Weltsynode in Rom in der Schlussrunde
Die Weltsynode der katholischen Kirche neigt sich dem Ende zu. Am Samstagmorgen begann die vorerst letzte Beratungsrunde.

Die Weltsynode der katholischen Kirche in Rom hat am Samstagmorgen ihre vorerst letzte Beratungsrunde begonnen. Am Sonntag sollte das vor dreieinhalb Wochen gestartete Treffen mit einer Messe im Petersdom abgeschlossen werden. Noch am Samstag sollen die bisherigen Ergebnisse in einer Abschlusserklärung veröffentlicht werden. Nächstes Jahr gehen die Beratungen weiter.
Die Weltsynode gilt als eines der wichtigsten Projekte von Papst Franziskus (86). Unter den etwa 360 Teilnehmern mit Stimmrecht sind erstmals auch katholische Laien, darunter etwa 50 Frauen. Die grosse Mehrheit besteht jedoch weiter aus Bischöfen.
Neue Formen der Kommunikation werden erprobt
Die Vertreter der deutschen Katholiken erhoffen sich von der Weltsynode überwiegend möglichst klare Signale für eine Reformbereitschaft der Kirche. Umfragen zufolge wünscht sich der Grossteil der Gläubigen in Deutschland eine in Fragen der Sexualmoral liberalere Kirche und den Zugang von Frauen zu Weiheämtern. Frauen können in der katholischen Kirche keine Priester werden und sind dadurch auch von den wichtigsten Führungsämtern ausgeschlossen.

Der Papst und sein Synodenbevollmächtigter, der luxemburgische Erzbischof Jean-Claude Hollerich, haben schon vor Beginn der Beratungen deutlich gemacht, dass es in diesem Stadium noch nicht um konkrete Reformern gehen soll. Vielmehr sollten die Katholiken zunächst einmal neue Formen der Kommunikation und des Miteinanders erproben. Dann könne in einem zweiten Schritt gegebenenfalls über mögliche Veränderungen gesprochen werden.










