Die Türkei wird von fast 100 Waldbränden geschockt. Am Samstag kämpften Feuerwehrleute noch gegen zehn aktive Brände, 88 weitere seien unter Kontrolle.
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Ein Brand nahe Manavgat. - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Brände sorgen in der Türkei und Griechenland für Evakuierungen.
  • In der Türkei kämpfen Feuerwehrleute schon den vierten Tag gegen das Feuer.
  • Das Land beklagt bisher sechs Todesfälle im Zusammenhang mit den Waldbränden.

Tausende Feuerwehrleute haben den vierten Tag in Folge ihren Kampf gegen die schweren Waldbrände in der Südtürkei fortgesetzt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu brach am Samstag im Badeort Bodrum an der türkischen Ägäis erneut ein Feuer aus. Einwohner und Urlauber hätten dort in Sicherheit gebracht werden müssen. Nach der Entdeckung von den Leichen zweier Männer stieg die Zahl der Opfer unterdessen auf sechs.

Die Brände waren am Mittwoch ausgebrochen und hatten sich durch Hitze und starken Wind rasch entlang der türkischen Mittelmeerküste ausgebreitet. Mehr als 300 Menschen wurden verletzt, dutzende Dörfer mussten evakuiert werden. Tausende Feuerwehrleute waren im Kampf gegen die Flammen im Einsatz.

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Schwere Waldbrände, wie hier am 30. Juli 2021 in der Nähe von Manavgat, sorgen in der Türkei für Evakuierungen. - keystone

Nach Angaben von Landwirtschafts- und Forstminister Bekir Pakdemirli waren zehn Brände am Samstag noch aktiv. 88 weitere seien inzwischen unter Kontrolle. Weil viele der Brände fast zeitgleich in der Nähe von beliebten Touristenorten ausgebrochen waren, ermitteln die Behörden auch wegen Brandstiftung.

Präsident Recep Tayyip Erdogan dankte unterdessen seinem russischen Kollegen Wladimir Putin für die Entsendung von Hubschraubern und Löschflugzeugen. Der türkische Staatschef steht im eigenen Land in der Kritik. Es war bekannt geworden, dass die Türkei trotz der jährlich immer wieder ausbrechenden Brände über keine Löschflugzeuge verfügt.

Grosser Brand auch in Griechenland

In Griechenland kämpfte die Feuerwehr am Samstag gegen einen grossen Waldbrand auf dem Peloponnes. Die Behörden riefen die Einwohner von vier Dörfern in der Nähe der Stadt Patras auf, sich in Sicherheit zu bringen. Am späten Nachmittag wurde ein weiterer, kleiner Badeort evakuiert.

Alle Krankenhäuser in Patras und der nahegelegenen Kleinstadt Egio wurden alarmiert. Die Küstenwache wurde in Alarmbereitschaft versetzt, um vom Rauch beeinträchtigte Schwimmer zu retten. Die Autobahn und die Rio-Andirrio-Brücke zum Peloponnes wurde vorsorglich gesperrt.

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Ein Waldbrand nahe der Stadt Patras in Griechenland am 31. Juli 2021. - keystone

Erst am Dienstag war ein Waldbrand am Fusse des Pendeli-Bergs ausgebrochen und hatte mehrere Vororte der Hauptstadt Athen bedroht. Menschen waren jedoch nicht zu Schaden gekommen.

Grosse Trockenheit, heftiger Wind und Temperaturen von deutlich über 30 Grad lösen in Griechenland jeden Sommer verheerende Waldbrände aus. Seit Freitag leidet das Land unter einer erneuten Hitzewelle mit Temperaturen zwischen 42 und 44 Grad.

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