Jesus Christus starb nicht am Kreuz – das meint zumindest ein Autor

    Denise Brechbühl
    Denise Brechbühl

    Israel,

    Ist Jesus Christus am Kreuz gestorben? In seinem neuen Buch stellt der deutsche Historiker Johannes Fried eine andere These auf.

    Petrus Canisius
    Ein Abbild von Jesus Christus. - Pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Karfreitag wurde Jesus ausgepeitscht und gekreuzigt – so der christliche Glaube.
    • Ein deutscher Historiker präsentiert eine andere These: Jesus hat die Kreuzigung überlebt.

    Ein Buch über die Kreuzigung Jesus von Nazareth sorgt zu Ostern für Aufsehen.

    Hat Jesus Christus die Kreuzigung überlebt? Diese These stelle der deutsche Historiker Johannes Fried in seinem neuen Buch auf. Seine Neuerscheinung «Kein Tod auf Golgatha. Auf der Suche nach dem überlebenden Jesus» ist pünktlich zu Ostern erschienen.

    So begründet Johannes Fried seine These zu Jesus Christus

    Als Grundstein für seine These dient dem Historiker das Johannes-Evangelium. «Und er neigte das Haupt und verschied», heisst es im neuen Testament der Bibel. Kurze Zeit später kamen römische Soldaten zum Berg Golgatha. Sie sollten die Leiche der Hingerichteten abnehmen.

    Ein römischer Soldat stiess in mit einer Lanze in die Rippen, um den Tod festzustellen. Dies soll aber in Wirklichkeit kein Todesstoss gewesen sein, sondern soll ihm das Leben gerettet haben. Aus der Wunde floss zwar Blut und Wasser, doch der Stich traf nicht das Herz.

    Jesus Christus
    Papst Franziskus und Jesus Christus am Kreuz. - Keystone

    Stattdessen wurde mit dem Stoss in das Rippenfell die Lunge entlastet. Dies führte dazu, dass die Atemnot des noch lebenden Jesus gelindert wurde. Dass Jesus kein Lebenszeichen von sich gab, habe an einer Kohlendioxidvergiftung gelegen. «Der rettende Lanzenstich verhinderte – zwar brutal, doch wirksam wie eine rettende Kanüle – den Exitus», schreibt Fried.

    Jesus Christus wurde dann von seinem Jünger, Joseph von Arimathäa, vom Kreuz abgenommen und gesund gepflegt. Er konnte in den Osten fliehen und seine Anhänger verbreiteten dann die Legende der Auferstehung.

    In seinem Buch betont Johannes Fried, viel Zustimmung werde er damit nicht finden.

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