Italien stoppt Touristen in Badeortschaften
Wegen des Coronavirus herrscht in Italien Ausnahmezustand. Bei weitem nicht alle halten sich an die verordneten Schutzmassnahmen. Die Beamten reagieren.

Das Wichtigste in Kürze
- Italienische Beamte stoppen in Badeortschaften unzählige Touristen.
- In Genua wurden 40 Personen angezeigt, weil sie sich grundlos auf den Strassen aufhielten.
- Reisen in den Süden des Landes erhöhen die Gefahr der Ausbreitung massiv.
In Norditalien sind die Kontrollen verschärft worden. Unzählige Autofahrer aus den Grenzregionen, die ihre Ferienwohnungen an der ligurischen Riviera erreichen wollten, wurden am Samstag aufgehalten und angezeigt.
Die ligurische Riviera-Ortschaft Bordighera schloss den Zugang zu den Stränden. 40 Personen wurden in der Hafenstadt Genua angezeigt, weil sie sich von ihrer Wohnung entfernt hatten und sich ohne dringenden Grund auf der Strasse aufhielten.

Inzwischen bestürmten mehrere Menschen am Samstag die Züge von Mailand in Richtung Süden. Nachdem ein Grossteil der Flughäfen geschlossen wurden, bleibt die Bahn der einzige Weg, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Süden des Landes zu erreichen.
Reisen in den Süden verhindern
Der Präsident der süditalienischen Region Apulien, Michele Emiliano, rief seine im Norden lebenden Mitbürger auf, nicht in den Süden zu ziehen.
Die Gefahr sei, dass sich die Epidemie verstärkt in mittel- und süditalienische Regionen ausdehne, die bisher von der Epidemie zum Teil verschont geblieben sind.
«Tausende Menschen kehren aus dem Norden zurück. So besteht Gefahr, dass sich neue Infektionsherde entwickeln», warnte Emiliano.












