Mittlerweile sollen in Mariupol über 5000 Menschen dem Krieg zum Opfer gefallen sein. Die humanitäre Lage in der Stadt wird als «katastrophal» bezeichnet.
Erschöpfte Flüchtlinge aus Mariupol
Erschöpfte Flüchtlinge aus Mariupol - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • In Mariupol fielen rund 5000 Personen dem bisherigen Ukraine-Krieg zu Opfer.
  • Wegen Dauerbeschuss können die Todesopfer seit zehn Tagen nicht mehr bestattet werden.
  • Derweil kündigte Russland an, sich auf die «Befreiung des Donbass» zu fokussieren.

«Etwa 5000 Todesopfer wurden beerdigt», sagte am Montag die ukrainische Verantwortliche für Flüchtlingskorridore, Tetjana Lomakina, der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings würden seit ungefähr zehn Tagen wegen der anhaltenden Bombardements durch die russischen Truppen in Mariupol keine Bestattungen mehr vorgenommen. Die Zahl der Todesopfer könnte sogar bei «ungefähr 10'000» liegen.

Die Situation in der südukrainischen Hafenstadt bereitet der Regierung in Kiew grosse Sorge. Die humanitäre Lage wird als «katastrophal» beschrieben.

Mariupol
Von den ursprünglich 540'000 Einwohnern Mariupols sind bereits über die Hälfte evakuiert worden. - Maximilian Clarke/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Kiew befürchtet eine Zuspitzung der Lage in der Hafenstadt und im Osten des Landes. Dies nach der Ankündigung Russland, sich im Ukraine-Krieg künftig auf die «Befreiung des Donbass» zu konzentrieren.

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