In Griechenland werden Temperaturen von 47 Grad erwartet. Auch in Italien und der Türkei lodern viele Waldbrände.
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In Griechenland, der Türkei und Italien wütet eine Hitzewelle. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Griechenland werden heute Dienstag Temperaturen von 47 Grad erwartet.
  • Am Wochenende war es selbst in der Nacht vielerorts über 30 Grad.
  • Auch Italien und die Türkei leiden unter der enormen Hitzewelle.

Der Süden Europas wird von einer extremen Hitzewelle heimgesucht. Vor allem Griechenland, Italien und die Türkei sind betroffen. In allen drei Ländern sind mehrere Waldbrände ausgebrochen.

In Griechenland stieg das Thermometer am Wochenende auf 44 Grad. Selbst in der Nacht fiel es nur an einigen Orten unter 30 Grad. Heute Dienstag erwartet das Wetteramt sogar 47 Grad! Damit kommen die Temperaturen dem europäischen Hitzerekord von 48 Grad, der 1977 in Athen gemessen wurde, gefährlich nahe.

Wie lange die Hitzewelle noch andauert, sei noch unklar, vermeldete das Wetteramt im griechischen Fernsehen. Sie könne unter Umständen erst in zwei Wochen vorbei sein.

Die Meteorologen warnen auch vor Hitzeschlägen. Vor allem ältere Menschen und Kinder seien gefährdet. Damit es in den Innenräumen angenehm ist, lassen viele Griechen ihre Klimaanlagen auf Hochtouren laufen. Die Regierung befürchtet deshalb einen Stromausfall und ruft die Bürger auf, sparsam zu sein.

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In Griechenland kühlt sich ein Mann unter einer speziellen Vorrichtung ab.
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Die Hitze mit Temperaturen weit über 40 Grad verursachte mehrere Waldbrände.
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Auch einige Häuser wurden Opfer der Flammen.
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Auch in Italien kommt es wegen der Hitze zu Waldbränden.
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Ein Badestrand wurde dadurch zerstört.
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Die Türkei leidet auch unter der Hitze und Feuern.
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Die hohen Temperaturen schaden auch den Tieren.

Der griechische Regierungschef Kyriako Mitsotakis bezeichnete die Hitzewelle als die schlimmste seit 1987 und warnt vor der hohen Brandgefahr. Zahlreiche Waldbrände wüten bereits, mehrere Dörfer mussten evakuiert werden. Das Feuer auf der Ferieninsel Rhodos konnte mittlerweile unter Kontrolle gebracht werden.

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An mehreren Ferienorten wüten Feuer. - Keystone

In Italien breiten sich mehrere Waldbrände immer weiter aus. Trotz des Einsatzes von Löschflugzeugen kann der Zivildienst die Feuer nicht unter Kontrolle bringen. Die Regierung hat deshalb am Sonntagabend um die Hilfe anderer EU-Staaten gebeten.

Bereits auf die Hilfe von Löschflugzeugen aus der EU kann die Türkei zählen. Die Union hat drei, eines aus Kroatien, zwei aus Spanien, mobilisiert. Auch in der Türkei haben die Temperaturen von über 40 Grad über hundert Waldbrände ausgelöst. Mehrere Ortschaften mussten evakuiert werden, darunter auch Ferienorte.

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