Immer mehr Menschen kaufen Second-Hand-Ware

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Der Markt für Gebrauchtwaren wächst zur Zeit schneller als der Einzelhandel insgesamt. Viele Menschen wollen so angesichts der hohen Inflation Geld sparen. Doch es gibt auch noch andere Gründe.

    Vor allem bei Mode und Accessoires greifen Verbraucherinnen und Verbraucher gern zu Gebrauchtware. Das ergab eine Studie vom Kölner Institut für Handelsforschung.
    Vor allem bei Mode und Accessoires greifen Verbraucherinnen und Verbraucher gern zu Gebrauchtware. Das ergab eine Studie vom Kölner Institut für Handelsforschung. - Franziska Gabbert/dpa-tmn

    Das Wichtigste in Kürze

    • Angesichts der dramatischen Preissteigerungen greifen immer mehr Menschen in Deutschland beim Einkauf zu Second-Hand-Ware.

    Der Umsatz mit Gebrauchtwaren werde in diesem Jahr voraussichtlich um acht Prozent auf rund 15 Milliarden Euro steigen, prognostizierte der Handelsverband Deutschland (HDE) in seinem «Konsummonitor Nachhaltigkeit 2023».

    Zum Vergleich: 2019 lagen die Umsätze mit Second-Hand-Ware noch bei 10,6 Milliarden Euro. Das Gebrauchtwarensegment wachse damit stärker als der Einzelhandel insgesamt. «Gerade in Zeiten hoher Inflation wird für viele ... der Kauf und die Nutzung gebrauchter, reparierter oder geliehener Waren immer interessanter», sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

    Gebrauchte Mode und Accessoires besonders gefragt

    Gut die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher gab bei einer im Rahmen der Studie vom Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) durchgeführten Umfrage an, bereits zu Second-Hand-Ware gegriffen zu haben. Und viele wollen es in Zukunft häufiger tun. Besonders oft greifen Verbraucherinnen und Verbraucher demnach bei Mode und Accessoires zu gebrauchter Ware. Aber auch Spielwaren und Elektronik werden gerne aus zweiter Hand gekauft.

    Der Hauptgrund für den Kauf von Second-Hand-Produkten sei der gegenüber dem Neukauf günstigere Preis, heisst es in der Studie. Doch spielten auch Umweltschutz und der Wunsch eine grosse Rolle, individuellere Produkte als im «normalen» Handel zu finden.

    Wichtigster Marktplatz ist der Onlinehandel

    Laut HDE entfallen inzwischen gut 2 Prozent des gesamten Umsatzvolumens im Einzelhandel auf Gebrauchtware. Wichtigster Wachstumstreiber sei dabei der Onlinehandel mit seinen Angeboten. Flohmärkte und Antiquitätenläden spielen dagegen mittlerweile eine eher untergeordnete Rolle.

    Doch gibt es nicht nur einen Trend zu Gebrauchtwaren. Es wird laut HDE auch wieder mehr Geld für Reparaturen der vorhandenen Produkte ausgegeben. Die Ausgaben für Reparaturleistungen stiegen der Studie zufolge von 3,3 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 3,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Volksinitiativen
    558 Interaktionen
    Abstimmungen
    Schweizer Nati Nico Elvedi
    22 Interaktionen
    Flug-Chaos

    MEHR IN NEWS

    Unterschächen UR
    Unterschächen UR
    bundespräsi
    4 Interaktionen
    Überwachung

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Biontech
    11 Interaktionen
    Biontech
    Grüne Berlin
    2 Interaktionen
    Für Sondierungen