Ifo: Kurzarbeit in Deutschland steigt wieder an

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    Um flächendeckene Entlassungen in der Corona-Krise zu vermeiden, wurde das Instrument der Kurzarbeit eingeführt. Besonders zwei Branchen nutzen die Möglichkeit nun wieder verstärkt.

    Besonders in der Gastronomie ist ein deutlicher Anstieg der Kurzarbeit zu verzeichnen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
    Besonders in der Gastronomie ist ein deutlicher Anstieg der Kurzarbeit zu verzeichnen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die neuen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Kurzarbeit in Deutschland nach Berechnungen des Ifo-Instituts wieder ansteigen lassen.

    Der Anteil der Unternehmen mit Kurzarbeit sei im November auf 28,0 Prozent gestiegen, teilte das Institut am Montag in München mit.

    Im Oktober betrug der Anteil demnach 24,8 Prozent. Die Forscher beziehen sich auf eigene Umfragen. Kurzarbeit ist in der Krise ein entscheidendes Instrument, um flächendeckende Entlassungen von Arbeitnehmern zu verhindern.

    Besonders deutliche Anstiege verzeichneten laut Ifo Hotels (62,9 auf 91 Prozent) und die Gastronomie (53,4 auf 71,7 Prozent). Bei Reisebüros und Reiseveranstaltern legte Kurzarbeit von 88,0 auf 91,1 Prozent zu. «Gerade in diesen vom Teil-Lockdown massiv betroffenen Branchen wird wieder sehr viel Kurzarbeit gefahren», sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link.

    Der Anstieg habe sich durch fast alle grossen Wirtschaftszweige vollzogen, so die Forscher. Bei den Dienstleistern stieg die Kurzarbeit von 24,0 auf 30,6 Prozent der Unternehmen, im Handel von 18,8 auf 20,7 Prozent, auf dem Bau von 7,4 auf 9,0 Prozent. In der Industrie war dagegen ein leichter Rückgang von 31,9 auf 30,5 Prozent zu verzeichnen. Der Dienstleistungssektor ist wesentlich stärker von den Corona-Einschränkungen betroffen als die Industrie.

    Einzelne Branchen hätten sogar deutliche Rückgänge der Kurzarbeit gemeldet, darunter die Autobranche von 50 auf 36,7 Prozent, das Verlagswesen von 42 auf 34,7 Prozent oder die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften von 64,2 auf 52,5 Prozent der Unternehmen. Rückgänge gab es auch bei Herstellern von elektrischer Ausrüstung, bei den Druckereien oder den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten.

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