Hoher Schaden für Russland wegen Sanktionen erwartet

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    Die wirtschaftlichen Folgen der Russland-Sanktionen im Euroraum halten sich nach Einschätzung von Finanzmarktexperten laut einer Umfrage in Grenzen.

    Durch die Nordstream-Pipeline zwischen Russland und Europa fliesst derzeit kein Gas. Die Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Krieges zeigen Wirkung. (Archivbild)
    Durch die Nordstream-Pipeline zwischen Russland und Europa fliesst derzeit kein Gas. Die Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Krieges zeigen Wirkung. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP dapd/FRANK HORMANN

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach Angaben des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sehen 79 Prozent der Teilnehmer in einer steigenden Inflation die stärksten Auswirkungen.

    Zugleich erwartet die Mehrheit (74 Prozent) nur einen moderaten Rückgang des Bruttoinlandprodukts im Euroraum.

    Deutliche Konsequenzen sehen die Expertinnen und Experten dagegen für Russlands Wirtschaft. «Dabei wird den Massnahmen gegen die russische Zentralbank die grösste Wirkung zugeschrieben», erläuterte ZEW-Präsident Achim Wambach.

    Die internationalen Devisenreserven der russischen Zentralbank sind wegen der Sanktionen weitgehend blockiert. Eine Mehrheit von 91 Prozent der Befragten erwartet dadurch Schäden für die Wirtschaft Russlands. 40 Prozent gehen dabei sogar von einem hohen Schaden aus.

    Der Ausschluss mehrerer russischer Finanzinstitute aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift wird nach Einschätzung von 88 Prozent der Befragten negative Folgen haben. Vom Einfrieren des Auslandsvermögens russischer Oligarchen erwartet nur weniger als die Hälfte (43 Prozent) Konsequenzen für die Wirtschaft des Landes.

    Im Rahmen seiner monatlichen Konjunkturumfrage befragte das ZEW im März 162 Finanzmarktexpertinnen und -experten auch zu den wirtschaftlichen Folgen der Sanktionen.

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