Hochwasser

    Hochwasser legt Südnorwegen lahm

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    Norwegen,

    Überschwemmungen und Erdrutsche in Norwegen: 125 Strassen mussten gesperrt werden, darunter zahlreiche Hauptverkehrsadern. Ist die Gefahr nun gebannt?

    Fluss Storelva
    Der Fluss Storelva überschwemmt das Hoenefoss Center im Süden von Norwegen. - Annika Byrde/NTB Scanpix/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Unwetter «Hans» treibt in Norwegen sein Unwesen und löste verheerendes Hochwasser aus.
    • Es kommt zu erheblichen Schäden, tausende Menschen mussten evakuiert werden.
    • Das Hochwasser könnte weiterhin steigen.

    Der Süden von Norwegen wird weiter von grossen Überschwemmungen geplagt. Einsatzkräfte in zahlreichen Orten versuchten am Donnerstag weiter, die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Weitere Menschen wurden vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht, unter anderem auch mit Hubschraubern.

    Bislang wurden Hunderte unwetterbedingte Schäden gemeldet. Ganze 125 Strassen waren am Vormittag gesperrt, darunter zahlreiche Hauptverkehrsadern. Die Polizei bat Autofahrer, die Sperrungen zu respektieren und Fahrten in Überschwemmungs- und Erdrutschgebiete zu meiden.

    Norwegen Hochwasser
    Strassen verwandelten sich im Süden Norwegens in reissende Flüsse. - keystone

    Der Bahnbetreiber Bane Nor sperrte ausserdem mehrere Bahnstrecken. Erdrutsche und die erhebliche Menge an Wasser hätten zu Schäden an mehreren Strecken geführt, teilte das staatliche Unternehmen mit. Es könne noch längere Zeit dauern, bis der Zugverkehr wieder normal fahren könne.

    Eine gut 170 Meter lange Eisenbahnbrücke in der Gemeinde Ringebu erlitt durch das Extremwetter schwere Schäden und drohte einzustürzen. Die Lage an der Brücke schien sich norwegischen Medienberichten zufolge am Donnerstag aber zu stabilisieren.

    Norwegen Hochwasser
    Über hundert Strassen wurden gesperrt - manche werden auch länger geschlossen bleiben. - keystone

    Die Überschwemmungen sind von heftigem Regen im Zuge des Unwetters «Hans» ausgelöst worden. Vielerorts kam es in den vergangenen Tagen zu Erdrutschen. Am Mittwoch richteten die Wassermassen zudem grössere Schäden an einem Wasserkraftwerk rund 120 Kilometer nordöstlich von Oslo an.

    Zahlreiche Flüsse sind bislang über die Ufer getreten, mehrere Tausend Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Es wird damit gerechnet, dass das Hochwasser vielerorts weiter steigt. «Die Gefahr ist auf keinen Fall vorbei», warnte Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Mittwochabend.

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