Herbst

    Herbst war laut Wetterdienst zu mild

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    Deutschland,

    Der Sommer fiel beim Wetter aus der Reihe, der Herbst tat es ihm bisherigen Messungen zufolge nach. Das Jahr 2022 befindet sich damit auf Rekordkurs.

    Eine Kapelle steht inmitten herbstlich verfärbter Bäume im baden-württembergischen Buchenbach. 2022 ist es ersten Prognosen zufolge so warm gewesen wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.
    Eine Kapelle steht inmitten herbstlich verfärbter Bäume im baden-württembergischen Buchenbach. 2022 ist es ersten Prognosen zufolge so warm gewesen wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. - Philipp von Ditfurth/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein zu heisser Sommer ist nach Einschätzung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) in diesem Jahr von einem deutlich zu milden Herbst abgelöst worden.

    Die Monate September, Oktober und November waren nach den bislang vorliegenden Daten auch etwas sonniger und nasser als gewohnt, wie ein Sprecher des DWD in Offenbach sagte.

    Heute veröffentlicht der Wetterdienst seine detaillierte Herbst-Bilanz, denn für Meteorologen endet der Herbst jetzt schon. Kalendarisch ist noch bis 21. Dezember Herbst. Einer ersten Prognose zufolge ist es 2022 bislang in Deutschland insgesamt so warm gewesen wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

    Bereits die Periode von Januar bis Oktober war mit einer Durchschnittstemperatur von 11,8 Grad die wärmste, die bisher gemessen wurde. Der Oktober hatte temperaturmässig eher an einen hierzulande typischen Mai erinnert. Dass die wärmsten Oktobermonate der letzten rund 140 Jahre alle in dieses Jahrtausend fallen, hatte der Wetterdienst als klares Indiz für den Klimawandel gewertet.

    Kein längerer Kälteeinbruch erwartet

    Wie das Jahr 2022 insgesamt ausfallen wird – und auf welchem Platz in der Liste der wärmsten Jahre es sich einordnen wird, lässt sich den Angaben zufolge aktuell noch nicht abschätzen. 2020 war als das zweitwärmste Jahr seit Messbeginn 1881 ausgewiesen worden – mit geringem Abstand zu 2018, das mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,5 Grad das bisher wärmste war.

    Ende Dezember veröffentlicht der Wetterdienst seine Bilanz für das aktuelle Jahr. Für den letzten Monat 2022 erwarten die Meteorologen bisher keinen längeren Kälteeinbruch.

    «Derzeit sieht es so aus, als würde es nächsten Monat etwa 0,2 bis 0,5 Grad wärmer werden als im langjährigen Mittel», sagte der DWD-Sprecher. Im Durchschnitt seien tagsüber etwa fünf Grad und in den Nächten null Grad zu erwarten, Schneefall sei möglich. Einzelne Tage könnten auch kälter werden, längere Kälteperioden seien laut der aktuellen Prognose nicht zu erwarten.

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