Grossrazzia wegen Betrug mit gebrauchten Handys in 19 Ländern
In 19 Ländern gehen Fahnder gegen mutmasslichen Betrug mit gebrauchten Handys vor. Der Schaden beträgt laut Behörden mindestens 300 Millionen Euro.

Wie der «Stern» berichtet, gingen in 19 Ländern insgesamt 1700 Einsatzkräfte gegen mutmassliche Betrüger vor. Verkauft worden sein sollen über eine Million gebrauchte Geräte bekannter Marken, deklariert als neu.
Der Betrug soll einen Schaden von mindestens 300 Millionen Euro (etwa 283,8 Millionen Franken) verursacht haben, meldet das Zollfahndungsamt Essen. In mehreren EU-Staaten beläuft sich der Mehrwertsteuerausfall demnach auf 30 Millionen Euro (etwa 28,3 Millionen Franken).
Bereits am Samstag wurden laut «Stern» sieben Menschen in Österreich, Deutschland und Spanien festgenommen. Rund 160 Objekte wurden durchsucht, die Einsatzorte lagen in der EU und in Grossbritannien.
Wie der Betrug ablief
Laut «Stern» soll eine kriminelle Vereinigung in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten Mobiltelefone aus gebrauchten Bauteilen zusammengebaut haben. Gereinigt und neu verpackt gingen die Geräte in die Niederlande und von dort weiter in deutsche Lager.

Der mutmassliche Betrug traf Endkunden in der gesamten EU, die auf Onlinemarktplätzen kauften. Ausgelöst wurden die Ermittlungen unter dem Codenamen Troja laut «heise online» durch einen Hinweis des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung.
Die Behörden ermitteln auch wegen Einfuhrschmuggels, Verstosses gegen das Markenrecht und der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Der Schaden entspricht demnach der Differenz zwischen dem gezahlten Preis und dem tatsächlichen Wert der Handys.












