Grosse Supermarktketten fordern Ende von 2G im Einzelhandel

    AFP
    AFP

    Deutschland,

    Mehrere grosse Supermarktketten haben in einem gemeinsamen Brief von der Bundesregierung ein Ende der 2G-Regelung im Einzelhandel gefordert.

    Laden in Leipzig
    Laden in Leipzig - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Handel sei mit Hygienekonzepten «kein Infektionsherd».

    Nach zwei Jahren Pandemie-Erfahrung sei klar, «dass der Einzelhandel mit den geeigneten Hygienekonzepten (massgeblich Maskenpflicht und Abstandswahrung) kein Infektionsherd ist», schrieben die Supermarktbetreiber in dem am Montag veröffentlichten Brief. An der Erklärung beteiligten sich Aldi Süd und Nord sowie Edeka, Rewe, Kaufland und Lidl.

    Der Lebensmittelhandel gilt während der Pandemie als systemrelevant, die 2G-Regelung findet in Supermärkten keine Anwendung. Die Unterscheidung zwischen systemrelevanten und nicht-systemrelevantem Handel sei - insbesondere auf lange Sicht - jedoch «willkürlich gegriffen, mithin schwerlich vermittelbar und wird zudem je nach Bundesland unterschiedlich vorgenommen», erklärten die Unterzeichner des Briefs.

    Gemeinsam mit dem Nonfood-Handel bildeten die Supermarktketten eine gemeinsame Handelslandschaft. Es bestehe die Gefahr «tausender Schliessungen insbesondere inhabergeführter Geschäfte und deren verheerende Wirkung auf unsere Innenstädte», erklärten die Supermarktketten weiter.

    Sie forderten deshalb, die 2G-Regelung im Einzelhandel aufzuheben. «Den Unternehmen sollte es jetzt ermöglicht werden, unter Einsatz der hinlänglich bewährten Hygienekonzepte ihre Kundinnen und Kunden ohne weitere Beschränkungen zu empfangen und zu bedienen», forderten die Unterzeichner.

    Zudem forderten die Supermarktketten Änderungen bei den Kriterien zur Antragsberechtigung für Corona-Hilfsmassnahmen. Die Staatshilfen müssten «zu einer zielgerichteten und effektiven Kompensation führen» und so einen Fortbestand des Einzelhandels in Deutschland absichern. Die Unternehmen forderten ausserdem «zeitnahe Gespräche» auf der Bundes- und Landesebene.

    Nach Angaben des Handelsverbands Deutschland (HDE) ging der Brief an Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt (SPD), sowie Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Finanzminister Christian Lindner (FDP). Auch der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst (CDU), erhielt demnach die Erklärung.

    Kommentare

    Weiterlesen

    KI
    75 Interaktionen
    Gefahr
    Campingfeuer Bella Italia
    18 Interaktionen
    «Fire!»

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    187 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Fidschi
    Von Industriestaaten
    Bundeshaus Rendez-Vous
    Rendez-Vous
    2 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    2 Interaktionen
    Berlin
    Oktoberfest 2026
    Rekord
    Oktoberfest
    Tragischer Unfall
    x
    247 Interaktionen
    Wie geht das?