Grossbritannien will neue Medikamente gegen Covid-19 einsetzen

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    Grossbritannien,

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Grossbritannien bei schwer an Covid-19 erkrankten Patienten neue Medikamente einsetzen.

    Boris Johnson
    Boris Johnson sprach am Mittwoch vor dem britischen Parlament. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Grossbritannien möchte neue Medikamente gegen das Coronavirus einsetzen.
    • Daneben wird weiterhin auf die Impfkampagne gesetzt.

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Grossbritannien bei schwer an Covid-19 erkrankten Patienten neue Medikamente einsetzen. Man werde ab sofort die «lebensrettenden» Medikamente Tocilizumab and Sarilumab einsetzen, kündigte der britische Premier Boris Johnson am Donnerstag an.

    Dies könne die Todesrate von Covid-19-Patienten signifikant senken sowie ihre Aufenthaltsdauer im Krankenhaus verkürzen. Üblicherweise werden die Medikamente der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge bei rheumatischer Arthritis eingesetzt.

    Darüber hinaus setzt Grossbritannien - wie der Rest der Welt - grosse Hoffnungen auf schnelle Fortschritte bei der Impfkampagne.

    Bislang seien rund 1,5 Millionen Menschen in Grossbritannien gegen Corona geimpft werden. Bis Mitte Januar sollten «Hunderttausende Impfungen» pro Tag stattfinden, bis Mitte Februar die gefährdetesten Gruppen - dazu zählen rund 15 Millionen Menschen im Land - einen ersten Impftermin angeboten bekommen haben.

    Dies könne einen grossen Teil der Todesfälle verhindern, erklärte der Chef des staatlichen Gesundheitsdienstes, Simon Stevens. 88 Prozent der bisherigen Covid-19-Todesfälle gehörten der Gruppe an, die nun beim Impfen oberste Priorität geniesst. Grossbritannien zählt bereits mehr als 82 000 Menschen mit Covid-19 auf dem Totenschein.

    In den vergangenen Tagen wurden jeweils mehr als 1000 Todesfälle pro Tag gemeldet. Krankenhäuser insbesondere in London und im Süden Englands stossen an ihre Belastungsgrenzen. Insgesamt würden in den britischen Krankenhäusern 50 Prozent mehr Menschen mit Covid-19 behandelt als in der ersten Corona-Welle im April. Für die eskalierende Situation machen Regierung und Mediziner die in Grossbritannien entdeckte, wohl deutlich ansteckendere neue Coronavirus-Variante verantwortlich.

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