Gottesdienstverbot: Religion und Politik arbeiten an Konzept

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    Deutschland,

    Nächste Woche werden die Corona-Beschränkungen ein wenig gelockert - nicht aber das Gottesdienstverbot. Nun soll darüber noch einmal gesprochen werden.

    Bund und Länder hatten sich darauf geeinigt, dass gemeinschaftliche Gottesdienste noch nicht wieder erlaubt werden. Foto: Ronny Hartmann/dpa
    Bund und Länder hatten sich darauf geeinigt, dass gemeinschaftliche Gottesdienste noch nicht wieder erlaubt werden. Foto: Ronny Hartmann/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Vertreter von Religionsgemeinschaften und Kirchen wollen gemeinsam mit Bund und Ländern in den kommenden Tagen ein Konzept für die schrittweise Lockerung der Auflagen in der Corona-Krise erarbeiten.

    Dieses soll dann Grundlage sein für spätere Beschlüsse, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Zum Schutz vor der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wurden auch Gottesdienste mit Gläubigen untersagt.

    Zuvor hatte Staatssekretär Markus Kerber mit Vertretern religiöser Gemeinschaften gesprochen. Dabei waren Repräsentanten der katholischen und evangelischen Kirche, der orthodoxen Christen, des Zentralrats der Juden sowie des Koordinationsrats der Muslime sowie Vertreter dreier Bundesländer.

    Erst am Mittwoch hatten Bund und Länder vereinbart, dass gemeinschaftliche Gottesdienste auch weiterhin nicht erlaubt werden. Am 30. April will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut mit den Ministerpräsidenten beraten.

    «Die Religionsvertreter haben deutlich gemacht, dass sie von Anfang an diese Massnahmen mitgetragen haben, die sehr einschneidend waren für die Menschen», sagte der Sprecher des Innenministeriums. Man sei sich einig gewesen, dass nun Wege zu einer schrittweisen Normalisierung des religiösen Lebens gefunden werden müssten, unter Einhaltung der Anforderungen von Gesundheits- und Infektionsschutz. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hatte das Gottesdienstverbot im Vorfeld als unverständlich kritisiert.

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