Flüssigkeitsregel im Handgepäck: Das gilt an Europas Flughäfen

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    Seit 20 Jahren gibt es Flüssigkeitsregeln an Flughäfen. Das ist an den 20 am häufigsten angeflogenen Destinationen ab Zürich zu beachten.

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    Nicht an allen Flughäfen gelten dieselben Regeln für Flüssigkeiten im Handgepäck. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Seit 20 Jahren gelten an Europas Flughäfen Flüssigkeitsregeln fürs Handgepäck.
    • Moderne CT-Scanner ermöglichen am Flughafen Zürich seit Sommer 2026 Flüssigkeitsbehälter bis zu zwei Liter.
    • Je nach Flughafen in Europa gelten unterschiedliche Bestimmungen. Travelnews informiert über die Regeln an den 20 beliebten Flugzielen ab Zürich.

    Vor genau 20 Jahren, am 6. November 2006, trat an Europas Flughäfen die 100-Milliliter-Regel für Flüssigkeiten im Handgepäck in Kraft. Auslöser waren vereitelte Terroranschläge in Grossbritannien.

    Seither gehörten kleine Fläschchen, transparente Plastikbeutel und das separate Vorzeigen von Laptops für Flugpassagiere zum Alltag.

    Inzwischen ist jedoch vieles im Umbruch. Am Flughafen Zürich dürfen Passagiere seit Sommer 2026 dank moderner CT-Scanner Flüssigkeiten in Behältern bis zu zwei Litern mitnehmen und ihre elektronischen Geräte im Handgepäck lassen.

    Auch andere Flughäfen haben ihre Bestimmungen gelockert. Von einheitlichen Regeln kann allerdings keine Rede mehr sein. Wir zeigen, was Reisende an 20 beliebten Flugzielen ab Zürich beachten müssen.

    Amsterdam Schiphol (AMS)

    In Amsterdam ist die Sicherheitskontrolle zwar technisch modern, bei den Flüssigkeiten bleibt aber alles beim Alten. Laptops, Tablets und Flüssigkeiten dürfen dank CT-Scannern im Handgepäck bleiben.

    Allerdings sind weiterhin nur Behälter bis maximal 100 Milliliter erlaubt. Sie gehören in einen transparenten, wiederverschliessbaren Ein-Liter-Beutel, der ebenfalls im Gepäck bleiben darf. Trinkflaschen müssen vor der Kontrolle geleert werden.

    Antalya (AYT)

    In Antalya gelten weiterhin die klassischen Sicherheitsvorschriften. Flüssigkeiten dürfen nur in Behältern bis 100 Milliliter mitgeführt werden. Diese müssen in einem transparenten, wiederverschliessbaren Ein-Liter-Beutel verstaut und bei der Sicherheitskontrolle separat vorgezeigt werden.

    Auch Laptops und andere grössere elektronische Geräte müssen aus dem Handgepäck genommen und in die Kontrollwannen gelegt werden. Eine Besonderheit in der Türkei: Passagiere passieren normalerweise zwei Sicherheitskontrollen, eine bereits beim Betreten des Terminals.

    Athen (ATH)

    In der griechischen Hauptstadt müssen Passagiere weiterhin ihre Flüssigkeiten auf maximal 100 Milliliter pro Behälter beschränken. Alle Fläschchen gehören in einen transparenten Ein-Liter-Beutel, der bei der Kontrolle separat vorgelegt werden soll.

    Auch Laptops und Tablets müssen aus dem Handgepäck genommen werden. Laut bisherigen Planungen sollen Anfang 2027 neue Sicherheitsscanner eingeführt werden, die künftig auch grössere Flüssigkeitsbehälter ermöglichen könnten.

    Barcelona (BCN)

    In Barcelona-El Prat gilt weiterhin die 100‑Milliliter-Grenze. An den regulären Kontrollen weist die Flughafenbetreiberin Aena die Passagiere weiterhin an, Flüssigkeiten und grössere elektronische Geräte aus dem Handgepäck zu nehmen.

    Im Fast Track können Flüssigkeiten, Aerosole, Gele und elektronische Geräte dagegen im Gepäck bleiben. Deshalb ist die Handhabung abhängig von der jeweiligen Kontrollspur.

    Berlin Brandenburg (BER)

    In Berlin kommt es darauf an, welche Sicherheitskontrolle man benutzt. In Terminal 1 sind die Kontrollbereiche 1 und 5 mit modernen CT-Scannern ausgestattet, ebenso die Sicherheitskontrolle in Terminal 2. Dort dürfen Flüssigkeitsbehälter bis zwei Liter sowie Laptops und Tablets im Handgepäck bleiben.

    Berlin
    Am Flughafen in Berlin kommt es darauf an, welche Sicherheitskontrolle man benutzt. Je nachdem gelten noch andere Flüssigkeitsregeln. - Flughafen Berlin Brandenburg

    An den herkömmlichen Kontrollspuren im mittleren Bereich von Terminal 1 gelten dagegen weiterhin 100 Milliliter und die Pflicht zum Auspacken. Der Umbau dieser letzten Kontrollstellen beginnt im Herbst 2026.

    Düsseldorf (DUS)

    Düsseldorf ist noch nicht so weit wie München. Obwohl bereits moderne Scanner installiert wurden, gilt für Reisende weiterhin die klassische 100-Milliliter-Regel. Die Flüssigkeiten gehören in einen transparenten, wiederverschliessbaren Ein-Liter-Beutel.

    Dieser muss ebenso wie der Laptop aus dem Handgepäck genommen werden. Darauf hat die Bundespolizei im Juli 2026 ausdrücklich hingewiesen. Passagiere sollten sich deshalb nicht auf eine grosszügigere Kontrolle verlassen.

    Frankfurt (FRA)

    Am grössten deutschen Flughafen hängt die erlaubte Flüssigkeitsmenge vom Kontrollbereich ab. An den modernisierten Sicherheitskontrollen dürfen Passagiere Flüssigkeiten in Behältern bis zwei Liter mitführen. Auch Laptops und Tablets bleiben dort im Gepäck.

    Allerdings gibt es Ausnahmen: An den Gates C1, C2, C4 und C6, an bestimmten Sonderkontrollstellen in Terminal 1 sowie bei Transferkontrollen gilt weiterhin die 100-Milliliter-Regel mit Ein-Liter-Beutel. Wer über Frankfurt umsteigt oder seinen Kontrollbereich noch nicht kennt, sollte deshalb vorsichtshalber nach den alten Regeln packen.

    Genf (GVA)

    Zwischen Zürich und Genf liegen bei der Sicherheitskontrolle derzeit Welten. Während Zürich die Zwei-Liter-Grenze eingeführt hat, hält Genf grundsätzlich an maximal 100 Millilitern pro Flüssigkeitsbehälter fest. Alle Flüssigkeiten müssen in einen transparenten Ein-Liter-Beutel.

    Bei den regulären Kontrollen werden Laptops und Tablets separat vorgelegt. Eine Ausnahme gibt es bei der modernisierten Priority Lane: Dort dürfen elektronische Geräte und Flüssigkeiten im Gepäck bleiben, die 100-Milliliter-Grenze gilt aber weiterhin.

    Hamburg (HAM)

    Am Flughafen Hamburg gilt für Reisende weiterhin die 100-Milliliter-Regel. Flüssigkeiten müssen in einem transparenten, wiederverschliessbaren Ein-Liter-Beutel verstaut werden. Zwar sind bereits sechs der insgesamt 18 Sicherheitskontrollspuren mit modernen CT-Scannern ausgestattet, an denen Laptops und Tablets im Handgepäck bleiben können.

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    Da Passagiere jedoch nicht zuverlässig wissen, welcher Kontrollspur sie zugewiesen werden, sollten sie ihre elektronischen Geräte und Flüssigkeiten weiterhin für eine separate Kontrolle bereithalten. Eine allgemeine Zwei-Liter-Freigabe gibt es in Hamburg bislang nicht.

    Kopenhagen (CPH)

    In Kopenhagen können Reisende ihren Laptop oder ihr Tablet bei der Sicherheitskontrolle im Handgepäck lassen. Bei Flüssigkeiten zeigt sich der dänische Flughafen hingegen weniger grosszügig.

    Erlaubt sind weiterhin nur Behälter mit maximal 100 Millilitern, die zusammen in einen transparenten Ein-Liter-Beutel passen müssen. Eine gefüllte grosse Wasserflasche kommt somit nicht durch die Kontrolle.

    Lissabon (LIS)

    In Lissabon ist weiterhin Auspacken angesagt. Flüssigkeiten sind auf Behälter mit höchstens 100 Millilitern begrenzt und müssen in einem transparenten Ein-Liter-Beutel verstaut werden. Dieser wird bei der Sicherheitskontrolle separat vorgelegt.

    Auch Laptops und andere grössere elektronische Geräte müssen grundsätzlich aus dem Gepäck genommen werden, sofern das Kontrollpersonal beziehungsweise die eingesetzten Geräte keine andere Anweisung vorsehen. Eine allgemeine Zwei-Liter-Freigabe gibt es nicht.

    London City (LCY)

    Der kleine Londoner City-Flughafen ist bei der Sicherheitskontrolle technisch auf dem neuesten Stand. Er hält bei Flüssigkeiten aber an der alten Grenze fest. Laptops, Tablets und Flüssigkeiten dürfen dank CT-Scannern im Handgepäck bleiben. Allerdings sind pro Flüssigkeitsbehälter weiterhin höchstens 100 Milliliter erlaubt.

    Ein separater Plastikbeutel ist nicht mehr erforderlich. Besonders wichtig: Anders als in Heathrow dürfen Reisende hier keine grossen Shampoo- oder Getränkeflaschen durch die Kontrolle bringen.

    London Heathrow (LHR)

    In Heathrow ist die 100-Milliliter-Regel Geschichte. In sämtlichen vier Passagierterminals – 2, 3, 4 und 5 – dürfen Reisende Flüssigkeiten in Behältern bis zwei Liter mitnehmen. Diese können ebenso wie Laptops und Tablets im Handgepäck bleiben. Ein separater Flüssigkeitsbeutel ist nicht mehr nötig.

    Heathrow
    In London am Flughafen Heathrow dürfen Flüssigkeiten in Behältern bis zwei Liter im Handgepäck mitgenommen werden. - Heathrow Airport

    Eine Einschränkung gibt es bei wiederverwendbaren Metall- und Isolierflaschen: Diese müssen vor der Kontrolle geleert werden. Für einzelne Flugziele, etwa Australien, können zusätzliche Beschränkungen gelten.

    Madrid (MAD)

    Am Flughafen Madrid-Barajas gilt weiterhin grundsätzlich die 100‑Milliliter-Grenze für Flüssigkeitsbehälter. Im neuen zentralen Sicherheitsfilter der Terminal 4 dürfen zugelassene Flüssigkeiten sowie Laptops und andere elektronische Geräte dank moderner Technologie im Handgepäck bleiben.

    Da die Ausstattung je nach Terminal und Kontrollbereich variieren kann, sollten Reisende ausserhalb dieses eindeutig bestätigten Bereichs die Hinweise vor Ort beachten.

    München (MUC)

    München gehört inzwischen zu den besonders unkomplizierten Flughäfen. Seit dem 18. September 2026 dürfen Reisende an den regulären Sicherheitskontrollen in den Terminals 1 und 2 Flüssigkeiten in Behältern bis zu zwei Litern mitführen. Mehrere solche Behälter sind erlaubt.

    Laptops, Tablets und Flüssigkeiten können dank CT-Technologie im Handgepäck bleiben. Ein separater Flüssigkeitsbeutel ist nicht mehr nötig. In Einzelfällen kann das Sicherheitspersonal allerdings zusätzliche Prüfungen verlangen oder Flüssigkeitsbehälter öffnen lassen.

    Palma de Mallorca (PMI)

    Am Flughafen Palma de Mallorca sorgen moderne Sicherheitsscanner seit November 2024 für einfachere Abläufe. Laptops, Tablets und Flüssigkeiten dürfen im Handgepäck bleiben und müssen bei der Kontrolle nicht mehr separat vorgelegt werden.

    Hattest du schon einmal Probleme wegen Flüssigkeiten im Handgepäck?

    Allerdings gilt weiterhin die 100-Milliliter-Regel: Flüssigkeiten dürfen nur in entsprechend kleinen Behältern mitgeführt werden, die zusammen in einen transparenten Ein-Liter-Beutel passen müssen. Grosse Shampoo- oder Sonnencremeflaschen sind im Handgepäck somit nach wie vor tabu.

    Paris Charles de Gaulle (CDG)

    Am grössten Pariser Flughafen bleibt die Flüssigkeitsgrenze bei 100 Millilitern pro Behälter. Die Fläschchen gehören in einen transparenten Ein-Liter-Beutel. Bei der Kontrolle von Laptops und Tablets kommt es hingegen auf die eingesetzte Technik an.

    An bereits modernisierten Kontrollstellen dürfen elektronische Geräte und Flüssigkeiten im Handgepäck bleiben, während an herkömmlichen Spuren weiterhin ausgepackt werden muss. Eine allgemeine Zwei-Liter-Freigabe besteht nicht. Die vollständige technische Umrüstung der Pariser Flughäfen wird bis 2030 angestrebt.

    Pristina (PRN)

    Am Flughafen Pristina sollten Reisende vorsichtshalber nach den klassischen Sicherheitsvorschriften packen. Das bedeutet Flüssigkeiten in Behältern bis maximal 100 Milliliter, verstaut in einem transparenten, wiederverschliessbaren Ein-Liter-Beutel.

    Auch Laptops und Tablets sollten für eine separate Kontrolle griffbereit sein. Eine verlässlich bestätigte allgemeine Freigabe grösserer Flüssigkeitsbehälter oder eine einheitliche Regelung, wonach elektronische Geräte im Handgepäck bleiben dürfen, liegt derzeit nicht vor.

    Rom Fiumicino (FCO)

    Am Flughafen Rom-Fiumicino dürfen die meisten Reisenden Flüssigkeiten in Behältern bis zu zwei Litern mitführen. Möglich machen dies moderne CT-Scanner, bei denen auch Laptops und Tablets im Handgepäck bleiben können.

    Allerdings gibt es eine wichtige Ausnahme: Für bestimmte besonders kontrollierte Flüge in die USA und nach Israel gelten weiterhin strengere Sicherheitsvorschriften mit der 100-Milliliter-Grenze. Wer von Rom nach Zürich zurückfliegt, profitiert von den gelockerten Regeln.

    Wien (VIE)

    Wien hat die Umstellung auf die neue CT-Technologie bereits Anfang Juli 2026 abgeschlossen. Seither dürfen Passagiere an den zentralen Sicherheitskontrollen aller Terminals Flüssigkeiten in Behältern bis zu zwei Litern mitführen.

    Wien
    Im Flughafen Wien dürfen seit Anfang Juli 2026 an den zentralen Sicherheitskontrollen aller Terminals Flüssigkeiten in Behältern bis zu zwei Litern mitführen. - Flughafen Wien

    Auch Laptops und Tablets bleiben im Handgepäck. Der transparente Ein-Liter-Beutel ist nicht mehr nötig. Allerdings kann es weiterhin zu Nachkontrollen kommen, beispielsweise bei Honig, Konfitüre oder Thermosflaschen. Anfang November zog der Flughafen nach den ersten Betriebsmonaten eine positive Bilanz.

    Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.

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    Kommentare

    User #4827 (nicht angemeldet)

    Lasst den Chabis mal. Ist lächerlich, wenn man die Grenzen nicht kontrolliert und bei der PFZ mitmacht. Da ist die Flüssigkeit im Flugi das kleinste Problem. Sogar die USA sind da weiter. Dann braucht Europa wohl seine üblichen 4-12 Jahre, um vom immergleichen USA machäffen wegzukommen. Wie immer und bei allem.

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