Flamingo trifft tief in Russland und verändert den Krieg
Flamingo steht für eine neue Generation ukrainischer Langstreckenwaffen und soll Ziele weit hinter der Front erreichen.

Die Ukraine greift verstärkt militärische Ziele weit im Inneren Russlands an. Dabei kommt offenbar der neue Marschflugkörper FP-5 «Flamingo» zum Einsatz.
Explosionen und Brände an Anlagen tief im Hinterland deuten auf eine sehr grosse Reichweite hin. Beobachter werten dies als Hinweis auf die tatsächliche Einsatzfähigkeit, berichtet «t-online».
Zuvor hatten Gerüchte die Existenz oder Serienreife des Systems infrage gestellt. Die jüngsten Angriffe widerlegen diese Zweifel nach Einschätzung von Experten deutlich.
Flamingo als strategische Eigenentwicklung
Die Rakete gilt als ukrainische Eigenproduktion und macht das Land unabhängiger von westlichen Waffenlieferungen. Dadurch kann Kiew selbst entscheiden, welche Ziele angegriffen werden.
Mit Reichweiten von über tausend Kilometern geraten auch weit entfernte Militärbasen in Gefahr. Präsident Selenskyj sprach von neuen Möglichkeiten, russische Angriffe abzuschrecken, berichtet «Business Insider».
Einige Analysten sehen darin einen möglichen Wendepunkt im Krieg. Andere warnen jedoch, dass einzelne Waffensysteme selten allein entscheidend sind.
Angriffe bis zu 1400 Kilometer Entfernung
Berichten zufolge trafen ukrainische Schläge Rüstungsbetriebe, Depots und Infrastruktur tief im russischen Staatsgebiet. Solche Attacken galten lange als technisch kaum umsetzbar.
Die enorme Distanz erschwert die Verteidigung und zwingt Russland zu zusätzlichen Schutzmassnahmen. Gleichzeitig demonstriert die Ukraine damit ihre wachsenden technologischen Fähigkeiten, schreibt «Focus».

Militärisch könnten Produktionsstätten, Nachschubwege und Treibstofflager gezielt geschwächt werden. Dadurch verschiebt sich der Konflikt zunehmend über die eigentliche Frontlinie hinaus.
















