Feuerpause gebrochen: Russland greift Ukraine weiter an
Der Konflikt zwischen Ukraine und Russland eskaliert trotz Waffenruhe-Ankündigung.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verkündete eine einseitige Waffenruhe ab 0 Uhr in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai. Er reagierte damit auf Moskaus Plan für den 8. und 9. Mai, wie «Handelsblatt» berichtet.
Selenskyj wollte Russland zu einer früheren Pause zwingen. Der Kreml schwieg zunächst zu diesem Vorstoss.

Russische Truppen brachen die Waffenruhe gleich mehrmals, meldet «Handelsblatt». Bis 10 Uhr Ortszeit zählte Kiew 1820 Verstösse mit Artillerie, Drohnen und Raketen.
Ukraine wirft Russland Ignoranz vor
Der Aussenminister Andrij Sybiha warf Moskau vor, Friedensaufrufe zu ignorieren. Russland setzte 108 Drohnen und drei Raketen ein, laut Sybiha auf X, wie «Handelsblatt» zitiert.
Der Kreml hat die ukrainische Initiative nicht kommentiert, schreibt «Tagesschau». Putin hatte zuvor nur für den Siegestag am 9. Mai eine Pause angekündigt.

Russland warnte vor Vergeltungsschlägen bei ukrainischen Attacken. Ausländer in Kiew wurden aufgefordert, das Zentrum zu verlassen, schreibt «Welt».
Eskalation droht sich fortzusetzen
In Sumy starben vier Menschen bei Drohnenangriffen, darunter zwei Kindergartenmitarbeiterinnen, wie «Handelsblatt» meldet. Schäden wurden auch aus Charkiw, Krywyj Rih und Saporischschja gemeldet.
Wolodymyr Selenskyj kündigte eine Reaktion auf mögliche Verstösse gegen die Feuerpause an. Er sagte laut «Reuters», die Ukraine werde bei russischen Verstössen spiegelbildlich reagieren.
Russland verlegte zusätzliche Luftabwehrsysteme nach Moskau zum Schutz der Militärparade am 9. Mai. Dies zeige Priorität für Feiern vor Frieden, schreibt Selenskyj auf X, laut «Handelsblatt».












