Feuer

    Feuer in Belgien rückt nicht weiter nach Deutschland vor

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien ist nicht weiter auf die deutsche Grenze vorgerückt. Regen und ausbleibender Wind wirken sich derzeit positiv aus.

    Hohes Venn Feuer Monschau
    Ein Feuerwehrfahrzeug fährt in Kalterherberg an Einsatzfahrzeugen vorbei, die auf ihren Einsatz warten. - keystone

    Der Einsatzleiter im deutschen Monschau, Philipp Krüger, sagte am Morgen, die Nacht sei sehr ruhig verlaufen. Man habe die Situation «etwas entschärfen» können.

    Die 30 Menschen aus dem grenznahen Monschau-Kalterherberg, die am Sonntagabend wegen drohender Rauchbelastung evakuiert worden waren, könnten aktuell nicht in ihre Häuser zurück, sagte Krüger. Weitere Evakuierungen seien derzeit nicht geplant: «Die nächste Linie zur weiteren Evakuierung liegt noch weit, weit entfernt», stellte er klar.

    Gut sei auch, dass es zu regnen begonnen habe: «Der Regen ist natürlich ein kleiner Segen für uns.» Er allein könne das Feuer aber nicht löschen. Günstig sei ausserdem, dass es zurzeit auch verhältnismässig windstill sei.

    Derzeit seien auf deutscher Seite 200 bis 250 Einsatzkräfte an der Brandbekämpfung beteiligt, sagte Krüger. Eventuell könne im Laufe des Tages ein Rückbau vorgenommen werden.

    Die evakuierten 30 Bewohner waren überwiegend bei Verwandten oder Freunden untergekommen. Vier Personen hätten Auffangeinrichtungen aufgesucht, sagte Franz-Karl Boden, Stellvertreter der Monschauer Bürgermeisterin. Man habe den Betroffenen alle im persönlichen Gespräch die Information überbracht, dass sie ihre Häuser räumen müssten. Sie hätten verständnisvoll reagiert.

    Der Waldbrand im Hohen Venn ist einer der grössten der belgischen Geschichte. Die Bekämpfung sei besonders schwierig, erläuterte der belgische Feuerwehrkommandant Luc Burette im niederländischen Fernsehen. «Wir stehen hier vor einem Problem», sagte er. «Der Boden besteht aus Torf, an der Oberfläche ist Gras. Dadurch kann sich das Feuer schnell ausbreiten.»

    Belgische Medien berichteten am Morgen, die Einsatzkräfte freuten sich zwar über den einsetzenden Regen, dieser sei jedoch vorerst zu gering, um das Feuer entscheidend zu beeinflussen. Für die nächsten Tage sei allerdings mehr Regen angesagt.

    Der Biologe Tobias Ceulemans sagte der flämischen Zeitung «Nieuwsblad», das Hohe Venn sei eigentlich ein Moorgebiet, das nur schwer in Brand gerate. Das aktuelle Feuer sei jedoch das Ergebnis jahrzehntelanger Entwässerung, um dort für die Holzgewinnung Fichtenforst anpflanzen zu können. «Auf solchen Böden müsste es verboten sein, Nutzforst anzulegen», kritisierte Ceulemans.

    Im Hürtgenwald in der Eifel, wo Ende vergangener Woche der grösste Waldbrand in der Geschichte des westdeutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen entstanden war, stehen die Zeichen weiter auf Entspannung. «Die Lage im Hürtgenwald ist weiter unter Kontrolle», sagte eine Sprecherin des Kreises Düren. «Nach wie vor gibt es aber zahlreiche Glutnester.» Diese seien jetzt der Schwerpunkt der Brandbekämpfung. Offene Flammen gebe es nicht mehr. Von einem Ende der Lage könne man noch nicht sprechen.

    Etwa 400 Einsatzkräfte seien in der Nacht im Hürtgenwald vor Ort gewesen. Tagsüber würden es voraussichtlich wieder doppelt so viele. Der Regen sei leider nur «ein Tropfen auf den heissen Stein», sagte die Sprecherin. «Aber wir nehmen alles, was wir kriegen können.»

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    Kommentare

    User #1461 (nicht angemeldet)

    Nicht nach DE? Das ist aber schade.....gell, ihr schweizer?

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