Drei Tage nach tödlichen Schüssen auf einen israelischen Siedler sind im Westjordanland vier Palästinenser festgenommen worden.
Beerdigung des getöteten Siedlers
Beerdigung des getöteten Siedlers - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Israelische Armee beschlagnahmt bei Verdächtigen auch eine Waffe.

Die vier für den Angriff verantwortlichen «Terroristen» seien gefasst, teilte die israelische Armee am Sonntag mit. Bei den Verdächtigen sei auch eine Waffe beschlagnahmt worden.

Die Festgenommenen sollen am Donnerstag nahe der Stadt Nablus im besetzten Westjordanland Schüsse auf ein Auto mit israelischen Studenten abgefeuert haben. Dabei wurde ein 25-Jähriger getötet, der an einer Religionsschule in Homesch studierte, einem von Siedlern errichteten und von der Regierung offiziell als illegal angesehenen Aussenposten im Norden des Westjordanlands.

Nach Angaben der Armee wurden die Verdächtigen in dem Dorf Silat al-Haritija bei Dschenin im nördlichen Westjordanland gefasst.

Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett gratulierte der Armee, der Polizei und dem Inlandsgeheimdienst Schin Bet zu den Festnahmen. «Jeder Terrorist wird wissen, dass Israel ihn zur Rechenschaft ziehen wird», schrieb er auf Twitter.

Im seit 1967 von Israel besetzten Westjordanland gibt es immer wieder tödliche Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Siedlern. Neben rund 2,8 Millionen Palästinensern haben sich mittlerweile fast 500.000 Israelis in Siedlungen in dem Gebiet niedergelassen, die von einem Grossteil der internationalen Gemeinschaft als illegal angesehen werden.

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