Festnahme in Elmshorn: 17-Jähriger hatte Kontakt ins Ausland

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Ein 17-Jähriger aus Schleswig-Holstein (D) steht unter Terrorverdacht: Er plante nach Erkenntnissen der Ermittler einen Anschlag im Dezember oder Januar.

    Ein junger mutmasslich islamistischer Angreifer wurde festgenommen.
    Ein junger mutmasslich islamistischer Angreifer wurde festgenommen. - Marcus Brandt/dpa

    Der in Elmshorn (D) wegen mutmasslicher Anschlagspläne festgenommene 17-Jährige hatte Kontakt zu einer noch nicht identifizierten Person im Ausland. Ihm werde vorgeworfen, sich mit dieser Person im Oktober verabredet zu haben, gemeinsam einen terroristischen politischen Anschlag zu verüben. Dies sagte die Leitende Flensburger Oberstaatsanwältin Stephanie Gropp im Innen- und Rechtsausschuss des Landtags.

    Ziel des Anschlags auf einen unbekannten, willkürlich ausgewählten Personenkreis sei es gewesen, «auf diesem Weg den Märtyrer-Tod zu sterben, also in das Paradies zu gelangen». Die Planungen des Jugendlichen hätten zwar durchaus konkrete Formen angenommen, sagte Gropp. «Aber sie waren keineswegs in allen Einzelheiten abgeschlossen.»

    Nizza als Vorbild?

    Der Beschuldigte habe zwei mögliche Tatzeiträume im Dezember und im Januar ins Auge gefasst. «In Bezug auf die Tatmodalitäten war der Beschuldigte nach den bisherigen Erkenntnissen noch nicht festgelegt.» Es habe auch keine räumliche Konkretisierung gegeben.

    Der 17-Jährige habe sich mit den Anschlägen der vergangenen Jahre im In- und Ausland beschäftigt, sagte Gropp. «Er hat sie sozusagen als Vorbild genommen, unter anderem auch den Anschlag in Nizza im Jahre 2016. Eine Tatbegehung mittels Lkw war danach dann eine Modalität, auf die der Beschuldigte aber keineswegs festgelegt war.»

    Am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, war der Tunesier Mohamed Lahouaiej Bouhlel auf der Flaniermeile Promenade des Anglais in Nizza kurz nach dem Feuerwerk mit einem tonnenschweren Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Er schoss auch auf Menschen. Letztlich gab es 86 Todesopfer und mehr als 200 Verletzte. Der Gewalttäter wurde nach der Tat erschossen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Ermittler informieren

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    167 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Pest
    Laut Russen-Behörden
    Villmergen AG

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    2 Interaktionen
    Berlin
    Oktoberfest 2026
    Rekord
    Oktoberfest
    Tragischer Unfall
    x
    247 Interaktionen
    Wie geht das?