Ferienwohnung: 120 Urlauber fallen auf Mega-Betrug rein
In Cesenatico an der Adria sind mehr als 120 Feriengäste einem Online-Betrug zum Opfer gefallen. Sie haben nicht existierende Ferienwohnungen gebucht.

Das Wichtigste in Kürze
- Im italienischen Cesenatico an der Adria wurden mehr als 120 Feriengäste Opfer eines Online-Betrugs.
- Die Touristen hatten nicht existierende Ferienwohnungen gebucht.
- Die Stadt hilft den Betroffenen. Es wird befürchtet, dass nächste Woche noch mehr Opfer kommen werden.
Im norditalienischen Adria-Badeort Cesenatico gab es einen gross angelegten Online-Betrug mit Ferienunterkünften. Mehr als 120 Feriengäste sind betroffen.
Rund 50 Familien stehen seit dem Wochenende ohne Unterkunft da, teilt Bürgermeister Matteo Gozzoli am Mittwoch mit. Sie müssen anderweitig untergebracht werden, nachdem sich ihre vermeintlich gebuchten Ferienwohnungen als nicht-existent erwiesen.
Die Betroffenen kamen aus Norditalien und dem Ausland angereist und fanden an der angegebenen Adresse keine Ferienanlage vor. Stattdessen standen sie vor der Geschäftsstelle einer Versicherungsagentur.
Die Betrüger nutzten Bilder einer echten und tatsächlich existierenden Unterkunft. Über Buchungsplattformen im Internet brachten sie die Reisenden dazu, Anzahlungen und Mieten zu überweisen. Das Geld ist jetzt weg.
Die von den Betrügern verlangten Preise lagen deutlich unter dem üblichen Niveau, erklärte Gozzoli.
Teilweise sei eine Ferienwoche in der Hochsaison für weniger als 800 Euro angeboten worden. Das sei etwa 50 bis 60 Prozent weniger als der Normalpreis.
Die Stadt hilft den Betroffenen
Mittlerweile sind die gefälschten Angebote nicht mehr online abrufbar, berichtet «RaiNews».
Dennoch geht die Stadt Cesenatico davon aus, dass viele weitere Personen gebucht haben könnten. An den kommenden Wochenenden droht deshalb ein erneuter Ansturm von Urlaubern, die in die Falle getappt sind.
«Wir haben eine Anlaufstelle eingerichtet. Und wir versuchen, gemeinsam mit den Hotels, den Tourismusvereinen und den Reisebüros freie Zimmer in der Gegend zu finden», betont Gozzoli gegenüber «RaiNews».
















