Fast vier Jahre Haft: Mutter gab Tochter regelmässig Methadon
Die Mutter war vor Gericht geständig. Die 34-Jährige war mit der Erziehung ihrer Tochter überfordert und verabreichte ihr deshalb gefährliche Mengen Methadon.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Mutter gab ihrem Kind regelmässig gefährliche Dosen an Methadon.
- Die 34-Jährige war mit der Erziehung ihrer Tochter überfordert.
- Für ihre Tat erhält die Mutter drei Jahre und neun Monate Haft.
Eine 34-jährige Frau aus dem westfälischen Steinfurt, die ihrer kleinen Tochter regelmässig Methadon verabreicht hat, ist vom Landgericht Münster zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Die Richter bestraften die deutsche Angeklagte am Donnerstag wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Frau war mit Erziehung überfordert
Die Frau hatte im Prozess ein volles Geständnis abgelegt. Sie schilderte dabei, wie sehr sie mit der Erziehung ihrer Tochter überfordert war. Da sie selbst seit Jahren regelmässig Beruhigungsmittel einnehme, habe sie irgendwann damit begonnen, auch ihrem Kind eine tägliche Dosis zu verabreichen.
Nach Angaben der Angeklagten hatte ihre dreieinhalbjährige Tochter erhebliche Schwierigkeiten mit dem Ein- und Durchschlafen. Diese Probleme habe sie mit der Methadongabe lindern wollen. Laut Urteil war die Dosis aber so hoch, dass das Mädchen jederzeit hätte sterben können. Nach einem Entzug hat sich die Tochter inzwischen erholt.
















