Ex-Azubi mit Jägermentalität: Deutsche-Bank-Chef Sewing

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    «Führungsstärke» und «Durchsetzungskraft» - die Erwartungen an Christian Sewing sind gross, als der Aufsichtsrat den damals 47-Jährigen im April 2018 auf den Chefsessel des grössten deutschen Geldhauses befördert.

    Christian Sewing, Vorstandschef der Deutschen Bank. Foto: Arne Dedert
    Christian Sewing, Vorstandschef der Deutschen Bank. Foto: Arne Dedert - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Und der Vater von vier Kindern weiss, worauf er sich beruflich einlässt: «Die Herausforderung für uns alle ist gross», schreibt Sewing am Tag nach seiner Ernennung an die knapp 100.000 Mitarbeiter des Dax-Konzerns.

    Nach drei Verlustjahren unter Sanierer John Cryan soll es der Westfale richten, der sein Handwerk fast 30 Jahre zuvor in einer Deutschen-Bank-Filiale in Bielefeld lernte.

    Und der Vater von vier Kindern weiss, worauf er sich beruflich einlässt: «Die Herausforderung für uns alle ist gross», schreibt Sewing am Tag nach seiner Ernennung an die knapp 100.000 Mitarbeiter des Dax-Konzerns. «Das Amt, das ich nun antrete, betrachte ich mit viel Respekt, seit ich 1989 als Auszubildender bei der Deutschen Bank begann.» Sewing fordert mehr Tempo bei Entscheidungen und «Jägermentalität» von der Belegschaft.

    Dass er die Deutsche Bank durch und durch kennt, gilt als Vorteil. Bis auf ein zweijähriges Intermezzo bei der Deutschen Genossenschafts-Hypothekenbank (2005-2007) verbrachte der 1970 geborene Sewing sein Berufsleben bei der Deutschen Bank: Von der Ausbildung als Bankkaufmann über ein berufsbegleitendes Studium an der Bankakademie in Bielefeld und Hamburg bis zum Vorstandsmitglied seit 2015. Dort verantwortete er zuletzt das Privat- und Firmenkundengeschäft.

    Erfahrungen im Ausland sammelte der leidenschaftliche Tennisspieler und Fan des Fussball-Rekordmeisters Bayern München unter anderem in Singapur, Toronto, Tokio und London. Sewing arbeitete im Risikomanagement und kennt daher auch das Investmentbanking, zuletzt das Sorgenkind des Konzerns.

    Bei der Vorlage der Bilanz für das Jahr 2018 präsentierte sich Sewing kämpferisch: «Stabiles Fundament», «solides Gebäude», «starke Bilanz», die Deutsche Bank habe nach der Rückkehr in die Gewinnzone einen klaren Wachstumsplan für 2019. Sewing betonte Anfang Februar: «Wir haben es selbst in der Hand.»

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