Europol braucht Hilfe bei Überführung von Pädophilen
Wo Europol scheitert, soll die Öffentlichkeit nachhelfen: Die Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union geht einen neuen Weg bei den Ermittlungen an.

Das Wichtigste in Kürze
- Europol lädt nicht-sexuelle Bilder von Kinderpornos aufs Internet.
- Die Öffentlichkeit soll helfen, die Dinge und Orte auf den Bildern zu identifizieren.
Europol sucht bei den Ermittlungen gegen Pädophile den Rat der Öffentlichkeit. So lädt die Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union Bilder aus kinderpornografischem Material auf ihrer Website hoch. Die Bilder sind jedoch nicht sexueller Natur: Sie zeigen lediglich den Hintergrund oder wurden von der Behörde digital nachbearbeitet, um den pornografischen Inhalt zu entfernen.

Was übrig bleibt sind Aufnahmen von Orten oder Gegenständen. Die Europol hofft, dass die Öffentlichkeit ihnen weitere Hinweise liefern kann – denn bei dem Material hätten alle anderen investigativen Methoden in eine Sackgasse geführt. Grundsätzlich will Europol den Ursprungs-Ort oder das Land herausfinden. Dann könnten sie die zuständigen Behörden informieren und mit ihnen zusammenarbeiten, um schlussendlich den Täter oder das Opfer zu finden.

Die Europol ist die Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Europa sicherer zu machen, indem sie schwere Formen der internationalen Kriminalität bekämpfen. Bei ihrer Arbeit kooperieren sie nicht nur mit den 28 EU-Mitgliedstaaten, sondern auch mit Partnerländern ausserhalb der EU und mit internationalen Organisationen.
Wer versuchen will, bei den Ermittlungen weiterzuhelfen, wird hier auf die Website von Europol weitergeleitet.











