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    Europäische Zentralbank: Ukraine-Krieg belastet Finanzstabilität

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Die Europäische Zentralbank warnt: Der Ukraine-Krieg belastet die Finanzstabilität in der Eurozone.

    Europäische Zentralbank
    EZB-Chefin Christine Lagarde - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Seit Monaten herrscht in der Ukraine Krieg.
    • Die EZB sieht die Finanzstabilität im Euroraum deshalb belastet.

    Der Krieg in der Ukraine belastet nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) die Finanzstabilität im Euroraum. Der russische Angriff habe zu höheren Energie- und Rohstoffpreisen geführt, heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht der EZB. Dies stelle eine Gefahr für das Wirtschaftswachstum und die Inflationsentwicklung dar.

    «Der schreckliche Krieg in der Ukraine hat unermessliches menschliches Leid verursacht», sagte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos.

    «Er hat auch die Risiken für die Finanzstabilität erhöht, da er sich auf praktisch alle Aspekte der Wirtschaftstätigkeit und die Finanzierungsbedingungen auswirkt.»

    Europäische Zentralbank: Preise für Rohstoffe und Energie weiterhin schwankungsanfällig

    Die Reaktion der Finanzmärkte auf den Kriegsausbruch seien weitgehend geordnet verlaufen, so die Notenbank. Allerdings seien die Preise für Rohstoffe und Energie weiterhin schwankungsanfällig. Hier könnte es zu weiteren Preisanpassungen kommen, falls der Ausblick für das Wirtschaftswachstum sich weiter eintrübe.

    Die Europäische Zentralbank sieht eine Reihe von möglichen künftigen Gefahren. Sie verweist ebenso auf den unsicheren weiteren Verlauf des Krieges wie auf die erwartete Normalisierung der Geldpolitik. Inzwischen hat auch die EZB eine erste Zinsanhebung für Juli in Aussicht gestellt. Zudem könnten sich die Corona-Krise erneut verschärfen und die chinesische Wirtschaftsentwicklung sich weiter abschwächen.

    Von Insolvenz bedroht seien im Euroraum vor allem Unternehmen, die sich noch nicht von der Pandemie erholt hätten. Auch hoch verschuldete Unternehmen könnten bei steigende Kreditzinsen Probleme bekommen. Für europäische Banken haben sich die Gewinnaussichten nach Einschätzung der EZB eingetrübt. Allerdings hätten nur wenige der Geldhäuser ein direktes Engagement in Russland.

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