EU-Investitionsbank will den Verfall von Brücken und Strassen stoppen

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Deutschland,

Die Europäische Investitionsbank (EIB) will nach dem Brückeneinsturz in Genua gleich an mehreren Fronten Hand bieten.

Feuerwehrleute entfernen Trümmer der Morandi-Autobahnbrücke in Genua.
Feuerwehrleute entfernen Trümmer der Morandi-Autobahnbrücke in Genua. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EU-Bank will dabei helfen, die Infrastruktur in Europa instand zu setzen.
  • Dafür brauche es einen dreistelligen Milliardenbetrag pro Jahr, so der Bank-Präsident.

Nach dem Brückeneinsturz von Genua will die Europäische Investitionsbank (EIB) den Verfall von Brücken, Strassen und Bahnstrecken in Europa stoppen. Die Investitionsbank könne «als EU-Bank dabei helfen, unsere Infrastruktur instand zu setzen und zu modernisieren», sagte EIB-Präsident Werner Hoyer der «Süddeutschen Zeitung» (Montagsausgabe). Dies wolle er den EU-Finanzministern bei ihrem Treffen in dieser Woche in Wien vorschlagen.

Um die Infrastruktur in der Europäischen Union so zu erhalten, wie sie ist, bräuchte es laut Hoyer allerdings einen dreistelligen Milliardenbetrag pro Jahr. «Das verschlägt einem schon die Sprache», sagte der EIB-Präsident.

Das Brückendrama von Genua habe der EU vor Augen geführt, «was wir seit langer Zeit vernachlässigen», sagte Hoyer. Dies sei nicht auf Italien beschränkt: Hoyer verwies auf die Leverkusener Brücke in Köln, die für Lastwagen nicht mehr befahrbar sei.

Im vergangenen Monat war in Genua ein Abschnitt der maroden Morandi-Autobahnbrücke eingestürzt. Zahlreiche Autos stürzten in die Tiefe. 43 Menschen kamen durch das Unglück ums Leben.

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