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    EU einigt sich auf Gewinnabschöpfung gegen hohe Energiepreise

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    Belgien,

    Verbraucher sollen in der Energiekrise entlastet werden. Die EU-Staaten einigen sich deshalb auf Notmassnahmen verständigt.

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    Die Europäische Union will Unternehmen, die von der Energiekrise stark profitieren, zur Kasse bitten. - Nicolas Landemard/Le Pictorium Agency via ZUMA/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die EU-Staaten haben sich auf europäische Notmassnahmen verständigt.
    • Energieunternehmen müssen einen Teil der Krisengewinne an den Staat abgeben.
    • Die Konsumenten sollen auf diese Weise entlastet werden.

    Konsumenten ächzen, die Wirtschaft stöhnt: Seit Wochen wird in Brüssel nach einer wirksamen Reaktion auf die schwindelerregend hohen Energiepreise gesucht. Nun haben sich die EU-Länder auf einen Kompromiss geeinigt.

    Die EU-Staaten haben sich angesichts hoher Energiepreise auf europäische Notmassnahmen verständigt, um Strom zu sparen und Entlastungen zu finanzieren.

    Die zuständigen Minister einigten sich am Freitag darauf, dass Energieunternehmen künftig einen Teil ihrer Krisengewinne an den Staat abgeben müssen, wie die tschechische Ratspräsidentschaft mitteilte. Mit diesem Geld sollen die Konsumenten entlastet werden. Die Einigung muss noch formell bestätigt werden.

    Teurer Strom

    Da der Gaspreis vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine stark gestiegen ist, ist auch Strom teurer geworden. Das liegt daran, dass der Strompreis durch das teuerste Kraftwerk bestimmt wird, das zur Produktion eingeschaltet wird – derzeit sind das vor allem Gaskraftwerke. Auch Produzenten von billigerem Strom – etwa aus Sonne, Wind, Atomkraft oder Braunkohle – können diesen zu hohen Preisen verkaufen.

    strompreis
    Der Strompreis steigt an. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA

    Ihre Einnahmen sollen künftig bei 180 Euro pro Megawattstunde gedeckelt werden, wie Diplomaten bestätigten. Mit dem Überschuss sollen Entlastungen für Bürger finanziert werden. Deutschland hatte eine Einnahmengrenze unterstützt. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte am Rande des Treffens, die Bundesregierung habe sich darauf vorbereitet, und die Umsetzung könne vergleichsweise schnell gehen.

    Auch Öl-, Kohle- und Gasunternehmen sowie Raffinerien betroffen

    Die Massnahmen treffen nicht nur die Produzenten von billigem Strom aus erneuerbaren und anderen Quellen, sondern auch Öl-, Kohle- und Gasunternehmen sowie Raffinerien. Sie sollen eine Solidaritätsabgabe von mindestens 33 Prozent auf ihre Übergewinne zahlen. Mit dem Geld sollen ebenfalls Entlastungen für Bürger und Unternehmen finanziert werden.

    Die Vertreter billigten auch ein verpflichtendes Stromsparziel von fünf Prozent in Zeiten hoher Nachfrage. Dann kostet Strom besonders viel, da teures Gas zur Produktion genutzt werden muss. Insgesamt sollten die EU-Länder ihren Stromverbrauch freiwillig um 10 Prozent senken.

    Die Minister wollten auch einen EU-weiten Gaspreisdeckel diskutieren, wie ihn mehr als die Hälfte der EU-Staaten gefordert hat. Dazu sollte es noch keinen Beschluss geben. Deutschland hatte den Vorschlag von Italien, Frankreich, Belgien und anderen Ländern nicht unterstützt und mit der Versorgungssicherheit argumentiert. Habeck warnte, man dürfe es nicht dazu kommen lassen, dass zu wenig Gas nach Europa komme.

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