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    EU-Chefdiplomat fordert vom Iran Transparenz über Gefängnisbrand

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Josep Borrell äussert sich besorgt über den verheerenden Gefängnisbrand im Iran. Er fordert «maximale Transparenz» vom Iran.

    Josep Borrell
    Josep Borrell, Hoher Vertreter der EU für Aussen- und Sicherheitspolitik, spricht im Gebäude des Europäischen Parlaments. Foto: Jean-Francois Badias/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Jean-Francois Badias

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im iranischen Ewin-Gefängnis sitzen auch Demonstranten in Haft.
    • Nun hat sich in dem Gefängnis ein verheerender Brand ereignet.
    • EU-Aussenbeauftragter Josep Borrell zeigt sich besorgt.

    Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell hat sich angesichts der Berichte über einen verheerenden Brand im berüchtigten Ewin-Gefängnis im Iran zutiefst besorgt geäussert. «Wir erwarten maximale Transparenz über die Situation», schrieb der Spanier am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter. Die iranischen Behörden seien für das Leben aller Inhaftierten verantwortlich. Dazu gehörten auch Menschenrechtsverteidiger und EU-Bürger. Borrell teilte weiter mit, er habe dem iranischen Aussenminister Hussein Amirabdollahian angesichts der Situation seine «schwerwiegendsten Sorgen» übermittelt.

    Mindestens vier Gefangene bei Brand gestorben

    Nach offiziellen iranischen Angaben sind am Wochenende bei dem Brand im Ewin-Gefängnis mindestens vier Gefangene ums Leben gekommen und Dutzende weitere Inhaftierte verletzt worden.

    Augenzeugen berichteten, dass am Samstagabend zunächst laute Explosionen und auch Schüsse in der Haftanstalt zu hören waren. Demnach soll ein Feuer bis Mitternacht gebrannt haben, bis in den frühen Morgen stieg Rauch auf.

    Auch Demonstranten in Haft

    Das Gefängnis im Norden Teherans gilt landesweit als der Ort für Misshandlung und Folter von insbesondere politischen Gefangenen. Auch Demonstranten sind dort wegen ihrer Teilnahme an den systemkritischen Protesten der vergangenen vier Wochen inhaftiert, ebenso Doppelstaatler, die neben der iranischen auch eine weitere Staatsbürgerschaft haben. Die USA haben das Gefängnis und seine Leitung im Mai 2018 wegen «ernster Menschenrechtsverletzungen» mit Sanktionen belegt.

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