Erinnerung an grösstes Grubenunglück Deutschlands

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    Deutschland,

    Vor 75 Jahren starben beim grössten Grubenunglück der deutschen Geschichte mehr als 400 Bergleute. Die meisten Opfer konnten nicht geborgen werden. Am Jahrestag gibt es eine kleine Gedenkfeier.

    Ein Bergmann steht vor einem Kranz am Ehrenmal auf dem Friedhof in Bergkamen. Foto: Fabian Strauch/dpa
    Ein Bergmann steht vor einem Kranz am Ehrenmal auf dem Friedhof in Bergkamen. Foto: Fabian Strauch/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Bergkamen im Ruhrgebiet ist am Samstag zum 75.

    Mal der 405 Toten des grössten Bergbauunglücks der deutschen Geschichte gedacht worden.

    Am 20. Februar 1946 verloren in der Schachtanlage Grimberg 3/4 des Steinkohlebergwerks Monopol 402 Bergleute durch eine gewaltige Explosionen unter Tage ihr Leben. Die Druckwelle war so heftig, dass sie durch einen 900 Meter tiefen Förderschacht bis an die Erdoberfläche schlug und dort die Anlagen zerstörte. Drei Arbeiter starben über Tage. Laut Stadtmuseum Bergkamen schlug eine Flamme damals 300 Meter hoch aus dem Schacht. Nur 64 Kumpel überlebten die Katastrophe. Die meisten Leichen blieben in dem zerstörten Bergwerk. Die genaue Unglücksursache blieb offen.

    An dem Ehrenmal für die Opfer lagen am Samstag drei Trauerkränze. Ein Trompeter spielte das «Steiger»-Lied. Mehrere ehemalige Bergleute in Arbeitskluft nahmen an der Gedenkveranstaltung teil.

    Bis zu dem Unglückstag schien für viele Familien nach dem überstandenen Krieg endlich alles in Ordnung zu sein, wie Bürgermeister Bernd Schäfer (SPD) laut Redemanuskript bei der Gedenkfeier sagte. «Die Männer waren glücklich, dass sie im Bergbau auf der Zeche Grimberg 3/4 - genannt «Kuckuck» - Arbeit gefunden hatten und für ihre Familien sorgen konnten.» Doch diese Zufriedenheit habe ganz plötzlich ein jähes Ende gefunden. «Durch diese Katastrophe gelangte Bergkamen zu trauriger Bekanntheit.»

    Aus Anlass des Jahrestages zeigt das Stadtmuseum Bergkamen eine Ausstellung zum Unglück. Auf neun Text- und Bildtafeln geht es unter anderem um die möglichen Unglücksursachen, die komplizierten und schwerfälligen Rettungsversuche sowie das Leid und die Not der Familien der Verunglückten. Originalbilder und Zitate von Zeitzeugen verdeutlichen die Tragik der Katastrophe. Die Schau ist im Internet zu finden. Dort ist auch ein kurzer Film zu sehen. In Bergkamen hängen die Tafeln in den Schaufenstern der Stadtbibliothek.

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