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    Empörung über CDU-Wahlwerbespot mit Querdenker

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    Deutschland,

    Nach der Veröffentlichung eines CDU-Wahlwerbespots mit einer Querdenker-Szene zeigen sich Politiker mehrerer Parteien empört.

    christlich demokratische union deutschlands
    CDU-Chef Armin Laschet verteidigt das Verhalten der Thüringer CDU-Abgeordneten. Foto: Marius Becker/ZDF/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein CDU-Werbespot stösst auf harte Kritik bei allen Parteien Deutschlands.
    • In dem Spot ist ein «Querdenker» zu sehen, der die Rede von Armin Laschet stört.
    • Der Mann beklagte sich über die Corona-Massnahmen.
    • Das Ziel der CDU sei es zu zeigen, dass sie auch für kritische Meinungen sind.

    Ein CDU-Werbespot gibt in Deutschland zu diskutieren. Darin ist zu sehen, wie ein Mann bei einer Wahlkampfveranstaltung von Kanzlerkandidat Armin Laschet in Erfurt auf die Bühne sprang. Laschet liess ihn daraufhin in sein Mikro sprechen.

    In der CDU heisst es, bei den Mitgliedern komme das Video sehr gut an. Die Szene mit dem «Querdenker» sei aus dem Wahlkampf in Erinnerung geblieben. Sie zeige, dass Laschet keinem Konflikt aus dem Wege gehe.

    Der Mann, ein Anhänger der in Teilen vom Verfassungsschutz beobachteten «Querdenker»-Bewegung, beklagte sich damals über Corona-Massnahmen. Im Wahlwerbespot ist diese Szene mit folgender Aussage unterlegt: Die CDU stehe dafür, auch mit denen zu reden, «die eine kritische Haltung haben». Eine ähnliche Szene findet sich zwar auch in einem früheren CDU-Wahlwerbespot. Dort werden allerdings die gleichen Sätze über Bilder von Umwelt- und Klimaaktivisten gesprochen.

    Mehrere Politiker kritisieren die Szene

    Der frühere Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, zeigte sich entsetzt. Die CDU halte «nach dem fürchterlichen Terror-Mord von Idar-Oberstein» an dem Werbespot fest. Am Samstag hatte dort ein Maskengegner einen Tankstellen-Angestellten erschossen.

    Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen schrieb auf Twitter: Das Video ist «ein Hohn für alle, die mit Solidarität und Engagement gegen das Virus kämpfen». Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), kritisierte in einem Tweet, die CDU biedere sich bei den «Querdenkern» an.

    In der «Querdenker»-Szene wurde der Mann, ein ehemaliger Busfahrer aus Thüringen, durch eine Aktion im September 2020 bekannt. Damals hatte er Kinder im Schulbus aufgefordert, ihre Masken abzunehmen. Auf seinem Telegram-Kanal zeigt er sich neben einem Rechtsextremisten und vergleicht die Corona-Massnahmen mit der Vernichtungspolitik des Nationalsozialismus. Erst vor wenigen Tagen teilte er einen Aufruf, in der Region Stuttgart einen Impfbus zu «verjagen».

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