Eine Million ukrainische Haushalte nach Angriffen ohne Strom
Über eine Million Haushalte in der Ukraine sind nach russischen Luftangriffen ohne Strom. Die Energieinfrastruktur wurde massiv beschädigt.

Russland hat am Donnerstag einen grossangelegten Luftangriff auf die Ukraine gestartet. Besonders betroffen waren die westlichen Regionen des Landes.
In Lwiw, Riwne und Wolyn kam es zu weitreichenden Stromausfällen, wie «ZDF» berichtet.
Mehrere Gebiete nach Angriffen Russlands ohne Strom
«In der Region Lwiw sind 523'000 Stromkunden von der Energieversorgung abgeschnitten», erklärte Gouverneur Maksym Kosyzkyj laut «t-online».

In Riwne meldeten die Behörden 280'000 Betroffene ohne Strom. Im Gebiet Wolhynien an der polnischen Grenze waren über 200'000 Haushalte von der Energieversorgung getrennt, wie das «ZDF» weiter berichtet.
Einschläge gab es laut Behörden in der Gebietshauptstadt Luzk, erklärt der «Stern».
Massive Angriffe auf die Energieinfrastruktur
Energieminister Herman Haluschtschenko berichtete laut «Stern» von «massiven feindlichen Angriffen» auf die Energieinfrastruktur. «Angriffe auf Energieanlagen finden in der ganzen Ukraine statt», führte er weiter aus.
Der nationale Netzbetreiber DTEK musste Notstromabschaltungen in Kiew, Odessa und Dnipro durchführen. In der Hauptstadt Kiew galt über neun Stunden lang Luftalarm.
Auch in anderen Landesteilen kam es zu Explosionen – so wurden aus Charkiw und Kropywnyzkyj Einschläge gemeldet. In den Gebieten Winnyzja und Odessa gab es laut «ZDF» je einen Verletzten.
Verstärkter Beschuss von beiden Seiten
Der jüngste Angriff folgt auf eine Woche mit verstärktem gegenseitigem Beschuss. Kiew hatte erstmals US-Raketen des Typs ATACMS gegen Ziele in Russland eingesetzt.
Als Reaktion darauf setzte Russland erstmals eine neuartige Mittelstreckenrakete ein, wie der «Spiegel» berichtet. Die «Oreschnik» genannte Hyperschallrakete kann auch mit Atomsprengköpfen bestückt werden.
Die Ukraine wehrt sich seit über zweieinhalb Jahren gegen die russische Invasion. Das russische Militär greift regelmässig das ukrainische Energiesystem an, auch in westlichen Regionen nahe der EU-Grenze.











