Gericht

Drei mutmassliche Agenten Russlands in Deutschland vor Gericht

Keystone-SDA
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Deutschland,

In Deutschland stehen drei Männer vor Gericht, weil sie als mutmassliche Agenten Sabotageakte vorbereitet und sich zu Brandanschlägen im Auftrag eines russischen Geheimdienstes verabredet haben sollen. Sie wurden im Mai 2025 in den deutschen Städten Köln und Konstanz am Bodensee sowie im Kanton Thurgau festgenommen.

Spionageakt Deutschland Prozess
Einer der Angeklagten wird zu Beginn seines Prozesses vor dem Oberlandesgericht in Stuttgart am 17. März 2026 abgeführt. - keystone

Auf Ersuchen der deutschen Generalbundesanwaltschaft sei am 13. Mai im Thurgau eine Person verhaftet und in Auslieferungshaft versetzt worden, erklärte das Bundesamt für Justiz (BJ) damals auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Beschuldigten – 22, 25 und 30 Jahre alt – stammen aus der Ukraine. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft – Deutschlands oberster Anklagebehörde – sollen sie bereit gewesen sein, im Auftrag des russischen Nachrichtendienstes gezielt Anschläge auf den Güterverkehr in Deutschland zu begehen.

Im März 2025 hätten sie über einen ukrainischen Postdienstleister zwei scheinbar harmlose Pakete mit Autoersatzteilen Richtung Ukraine verschickt – tatsächlich ausgestattet mit aktivierten GPS-Trackern. Diese Testsendungen sollten laut Anklage dazu dienen, Transportwege und logistische Abläufe des Paketdienstes auszuspionieren.

In einem nächsten Schritt, so der Vorwurf, hätten die Männer Pakete mit Brandsätzen auf den Weg bringen sollen. Diese hätten sich dann «in Deutschland oder sonst auf dem Weg in nicht von Russland besetzte Teile der Ukraine» entzünden und möglichst grossen Schaden verursachen sollen, so die Bundesanwaltschaft.

Der Anwalt des 25-jährigen Mannes, der die Pakete in Köln aufgab, wies die Vorwürfe am ersten Prozesstag in einer Erklärung zurück. Es gebe keine Beweise, dass sein Mandant von Sabotageplänen gewusst habe.

Die Anwälte der anderen beiden Männer äusserten sich nicht zu den Vorwürfen. Auch die drei Angeklagten selbst machten zum Prozessauftakt keine Angaben zur Sache.

Kommentare

User #2313 (nicht angemeldet)

Sieht aus wie Anzünder für den Holzkohle Grill. Sind die Ermittler sicher, dass die Herren nicht einfach nur eine Party am Wochenende feiern wollten?

User #5268 (nicht angemeldet)

Zeigt endlich die gesichter von den Spionen. Die haben kein anrecht auf verschleierung

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