Brexit

    Dienstleistungserbringer: London und Bern unterzeichnen Abkommen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Belgien,

    Wegen des Brexits musste auch die Schweiz mit Grossbritannien verhandeln. Nun haben die beiden Länder ein Abkommen unterzeichnet.

    vereinigtes königreich
    Am 31. Dezember 2020 wurde der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs (Brexit) vollzogen. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweiz und Grossbritannien unterzeichneten ein befristetes Abkommen.
    • Dabei geht es um die Mobilität von Dienstleistungserbringern nach dem 1. Januar.

    Die Schweiz und Grossbritannien haben am Montag in London ein befristetes Abkommen über die Mobilität von Dienstleistungserbringern (SMA) unterzeichnet. Dieses regelt ab dem 1. Januar 2021 den gegenseitigen Zugang und befristeten Aufenthalt von Dienstleistungserbringern wie etwa Unternehmensberatern, IT-Experten oder Ingenieuren.

    Dieses Abkommen zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich von Grossbritannien und Nordirland wurde nötig, da ab Januar wegen des Brexit das Freizügigkeitsabkommen Schweiz-EU keine Anwendung mehr auf das Vereinigte Königreich finde, schrieb das Eidg. Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) in einer Mitteilung.

    Schweiz behält Meldeverfahren bei

    Konkret behält die Schweiz gegenüber Grossbritannien das bereits bislang praktizierte Meldeverfahren für Dienstleistungserbringer bis 90 Tage pro Jahr bei. 2019 gab es 3800 solche Registrierungen aus dem Königreich.

    Auf Seiten Grossbritanniens erfolgt die Marktöffnung gegenüber der Schweiz in über 30 Dienstleistungssektoren: Damit erhalten Dienstleistungserbringer aus der Schweiz den Zugang für 12 Monate innerhalb einer Periode von 24 Monaten.

    bundesrat
    Guy Parmelin verteilt Auszeichnungen. - Keystone

    Ausserdem gewährt London weitere Vorzugsbedingungen: Schweizer Dienstleistungserbringer unterliegen keiner wirtschaftlichen Bedarfsprüfung und brauchen keinen Nachweis von Englischkenntnissen.

    Abkommen auf zwei Jahre befristet

    Der Zugang zum britischen Markt beschränkt sich jedoch aktuell auf Personen mit Qualifikationen auf universitärem oder gleichwertigem Niveau. Das Vereinigte Königreich hat sich jedoch «im Rahmen eines Briefwechsels verpflichtet, die Anerkennung von Schweizer Berufsbildungsabschlüssen neu zu beurteilen».

    Unterzeichnet wurde das auf zwei Jahre befristete Abkommen von Bundesrat Guy Parmelin und Elizabeth Truss, britische Ministerin für internationalen Handel. Die Vertragsparteien können gemeinsam eine Verlängerung beschliessen. Das Abkommen wird ab 1. Januar 2021 vorläufig angewendet, da das Parlament dieses noch genehmigen muss.

    Kommentare

    Weiterlesen

    eu
    Post-Brexit

    MEHR IN NEWS

    Christa Pike (50)
    12 Interaktionen
    Laut Anwälten
    Pflaster
    2 Interaktionen
    Wunden

    MEHR BREXIT

    Nigel Farage
    2 Interaktionen
    London
    davey
    3 Interaktionen
    10 Jahre Brexit-Votum
    Brexit-Referendum
    4 Interaktionen
    Neuorientierung
    Brexit Grossbritannien
    16 Interaktionen
    Grossbritannien

    MEHR AUS BELGIEN

    Erdbeben
    19 Interaktionen
    Brüssel
    EU staatsanwaltschaft
    5 Interaktionen
    Brüssel
    14 Interaktionen
    Lüttich
    Ursula von der Leyen
    56 Interaktionen
    Brüssel