Deutscher soll Ehefrau wegen Affäre mit Gift-Joghurt getötet haben

Kira Schilter
Kira Schilter

Deutschland,

Ein Deutscher soll seiner Frau eine giftige Pflanze ins Joghurt gemischt und sie damit ermordet haben. Sein Motiv: seine Affäre.

joghurt
Ein Mann vergiftete seine Frau mit Blauem Eisenhut in ihrem Joghurt – nun wurde er angeklagt. (Symbolbild) - Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Mann tötete offenbar seine Frau, indem er ihr giftige Pflanzen ins Joghurt mischte.
  • Nun wurde der Deutsche von der Staatsanwaltschaft angezeigt.
  • Der Auslöser für die Tat: ein Ultimatum seiner Affäre.

Im deutschen Muldenstausee wird ein Mann wegen versuchten und vollendeten Mordes angeklagt. Der Grund: Er hat seiner 63-jährigen Frau ein Joghurt zum Essen gegeben – in das er eine giftige Pflanze gemischt hatte. Die Frau hat es nicht überlebt.

Blauer Eisenhut heisst das giftige Gewächs. Es gehört zu den gefährlichsten Pflanzen, die hierzulande wachsen – schon zwei Gramm können tödlich sein.

Die Ehefrau, Marlen P., wird Ende April dieses Jahres in eine Klinik eingeliefert. Dort verfällt sie in ein Koma, bevor sie dann am nächsten Tag stirbt. Die Todesursache ist «mit hoher Wahrscheinlichkeit» eine Vergiftung.

Ihr Ehemann Andreas P. zeigt sich gebrochen. In einer Todesanzeige schrieb er: «Du hast ein gutes Herz besessen, nun ruht es still, doch unvergessen … In lieber Erinnerung, dein Ehemann Andreas.»

Ehefrau wurde doppelt vergiftet

Ein paar Monate später steht aber die Polizei vor seiner Haustür. Nach einer Hausdurchsuchung wird der Rentner abgeführt, berichtet «Bild» weiter.

Der Vorwurf: Er soll seine Ehefrau bewusst ermordet haben. Er habe den giftigen Blauen Eisenhut in ihr Abendessen gemischt – die erste Dosis zeigte jedoch keine Wirkung. Also verabreichte er ihr am nächsten Morgen noch mehr davon: getarnt in einem Joghurt, wie ein Sprecher des Landgerichts Dessau-Rosslau mitteilt.

Haben Sie schon einmal Blauen Eisenhut gesehen?

Motiv der Tat soll eine andere Frau gewesen sein. Die 58-jährige Affäre aus einem Nachbardorf habe den Täter dazu aufgefordert, zwischen ihr und seiner Frau zu wählen. Dies soll den Mann zum Mord verleitet haben. Auch gegen die Affäre hat die Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet.

Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass Geld ebenfalls ein Motiv des Mannes gewesen war: Er habe vermutlich die Unterhaltspflicht nach der Scheidung nicht zahlen wollen.

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