Deutsche starten jetzt Blitzer-Offensive
Blitz-Marathon in Deutschland: Ab Montag wird wieder geblitzt, was das Zeug hält! Auch Baden-Württemberg nahe der Schweizer Grenze ist mit dabei.

Das Wichtigste in Kürze
- In Deutschland läuft diese Woche die «Speedweek» mit vielen Tempokontrollen.
- Geblitzt wird vor allem an Schulen, Baustellen und Spitälern ohne Standortangabe.
- Fast alle Bundesländer machen mit – auch Baden-Württemberg nahe der Schweiz.
Diese Woche gilt in Deutschland: Lieber den Fuss vom Gas nehmen – sonst wird’s schnell teuer. Die Polizei startet ab Montag eine landesweite «Speedweek», und die hat es in sich: Bis Sonntag wird im ganzen Land verstärkt geblitzt.
Der Höhepunkt ist am Mittwoch, 15. April. Und das bedeutet Radarfallen überall. Die deutsche Polizei kontrolliert auf Autobahnen, Bundesstrassen und innerorts.
Besonders im Fokus stehen aber Unfallhotspots wie Schulen, Baustellen und Spitäler – genau dort, wo Tempoüberschreitungen besonders heikel sind.
Gerade für Schweizerinnen und Schweizer wichtig: Auch an der Schweizer Grenze in Baden-Württemberg wird es ernst – allerdings nur am Schwerpunkttag selbst.
Das heisst am 15. April kann es dort besonders intensiv blitzen. Und Achtung: Die Standorte bleiben geheim.
Nahezu alle Bundesländer beteiligen sich dieses Jahr an der Aktion. Einzige Ausnahme: Das Saarland an der Grenze zu Frankreich hält sich raus.
Die konkreten Kontrollstandorte werden dabei vorab nicht bekanntgegeben. Nur Bayern plant nach Angaben des Landesinnenministeriums, eine interaktive Karte der Messstellen zu veröffentlichen.
In manchen Regionen wurden in den letzten Jahren gezielt Motorradfahrer kontrolliert, anderswo durften Bürger sogar mitbestimmen, wo geblitzt wird.
Und in Städten wie Hamburg setzt man auf einen Mix aus fixen und mobilen Radarfallen. Das erklärt der ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club) auf seiner Website.
Nicht nur Deutschland drückt auf die Bremse
Doch nicht nur Deutschland macht beim Blitzmarathon mit: Auch Länder wie Tschechien und Kroatien sind dabei – koordiniert über das europäische Polizeinetzwerk Roadpool.
Der ADAC bewertet die Kontrollaktion eigenen Angaben zufolge grundsätzlich positiv. Die starke Medienpräsenz wirke wie ein Weckruf: «Die Geschwindigkeit ist an die Umgebung anzupassen. So gesehen ist ein Tempolimit auch als Limit und nicht als Empfehlung zu verstehen», sagte ADAC-Verkehrspsychologe Ulrich Chiellino.
Wer in eine Radarfalle gerät, muss mit den üblichen Sanktionen rechnen – Bussgeld, Punkte in Flensburg und gegebenenfalls ein Fahrverbot.
Nach der «Speedweek» ist vor der «Speedweek»
Schon im August geht es weiter – dann wieder mit landesweiten Kontrollen, allerdings etwas weniger intensiv.
Die nächste Aktion ist für den 3. bis 9. August geplant. Im Gegensatz zum April gibt es diesmal keinen speziellen Blitzer-Tag, und auch die Beteiligung fällt geringer aus.















