Deutsche Krankenhäuser erwarten Rekordzahl von Intensivpatienten

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    Die deutschen Krankenhäuser erwarten angesichts der gestiegenen Coronavirus-Infektionszahlen einen Rekord bei den intensivmedizinisch versorgten Patienten.

    Patient auf Intensivstation
    Patient auf Intensivstation - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Verbandschef: «Neue Höchstzahl wird in zwei bis drei Wochen erreicht.»
    • Es musste Personal aus nicht-intensivmedizinischen Bereichen hinzugezogen werden.

    In zwei bis drei Wochen werde die Höchstzahl der Intensivpatienten vom April übertroffen werden, dies lasse sich gar nicht mehr verhindern, sagte Verbandschef Gerald Gass der «Bild»-Zeitung (Montagsausgabe). «Wer bei uns in drei Wochen ins Krankenhaus eingeliefert wird, ist heute schon infiziert.»

    Bund plant länderübergreifenden Patiententransport

    Gass kündigte an, dass Pflegepersonal aus nicht-intensivmedizinischen Bereichen auf den Intensivstationen eingesetzt werden solle. Dies sei «natürlich nicht optimal, aber in einer solchen Ausnahmesituation zu rechtfertigen».

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    Covid-19-Patient auf einer Intensivstation in Magdeburg - AFP/Archiv

    Bund und Länder bereiten sich bereits auf eine mögliche Überlastung von Krankenhäusern vor. Ein Papier des Bundesinnenministeriums, welches der Nachrichtenagentur AFP am Wochenende vorlag, umreisst eine «Konzeption für einen länderübergreifenden Patiententransport bei einem Worst-Case-Covid-19-Szenario».

    Deutschland im Lockdown

    In Deutschland traten an diesem Montag bundesweit härtere Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie in Kraft. Unter anderem ist der gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch Menschen aus zwei Hausständen erlaubt, höchstens aber zehn Menschen.

    Eine Vielzahl von Betrieben und Einrichtungen wie Opern, Theater, Schwimmbäder und Fitnessstudios muss geschlossen bleiben. Restaurants sind nur noch der Ausser-Haus-Verkauf und die Lieferung von Speisen erlaubt. Übernachtungsangebote für touristische Zwecke sind untersagt.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Peter Tschentscher (SPD -2.v.l.), Erster Bürgermeister von Hamburg, kommen zur Pressekonferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa
    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Peter Tschentscher (SPD -2.v.l.), Erster Bürgermeister von Hamburg, kommen zur Pressekonferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa - sda - Keystone/dpa/Kay Nietfeld

    Der Einzelhandel hingegen kann seine Läden weiterhin öffnen. Auch Schulen und Kitas bleiben offen. Die Massnahmen gelten zunächst bis Ende November; Mitte des Monats wollen Bund und Länder eine Zwischenbilanz ziehen. Einige Bundesländer weichen in Details von dem vereinbarten Massnahmenkatalog ab.

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