Der tückische Begriff «Migrationsliteratur»

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    Bern,

    Bücher von Migrierten werden gerne unter dem Begriff «Migrationsliteratur» zusammengefasst. Das ist praktisch, doch der Begriff hat seine Tücken.

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    Stapel von Büchern liegen auf den Tischen einer Buchhandlung. (Symbolbild) - Keystone

    Der Begriff «Migrationsliteratur» drängt die damit etikettierten Schreibenden in eine Nische: in einen «sanften Ausschluss», wie der Autor Eugène einmal sagte.

    Dabei signalisiert er exakt das Gegenteil: Öffnung in Bezug auf Erfahrungen, Motive und Schreibweisen. Mit dem Thema Migration tun sich neue Welten auf, die aus der helvetischen Enge hinausführen. Zudem verbreitert sich die Palette von literarischen Ausdrucksweisen und vitalisiert so die Literatur als Ganzes.

    In den letzten Jahren hat sich deshalb ein neuer Begriff eingebürgert: postmigrantische Literatur. Er lehnt sich an die Idee des Postmigrantischen an, die besagt, dass Migrationserfahrungen die Gesellschaft schon immer geprägt haben und deshalb nicht als Kriterium der Abgrenzung taugen.

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