Dax stagniert und scheitert an 11.500 Punkten

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Deutschland,

Der deutsche Aktienmarkt trat zur Wochenmitte auf der Stelle.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • An die Erholung des Vortages konnte der Dax damit nicht anknüpfen.

Der Dax legte am Mittwoch zunächst zu, legte nach Eröffnung der Wall Street aber den Rückwärtsgang ein. Am Ende schloss der deutsche Leitindex quasi unverändert bei 11.419,04 Punkten.

An die Erholung des Vortages konnte der Dax damit nicht anknüpfen. Erneut könnte der Brexit für Vorsicht unter den Investoren gesorgt haben.

Für den Index der mittelgrossen Werte MDax ging es am Mittwoch um 0,47 Prozent auf 24.713,48 Punkte abwärts. Hier belasteten hohe Kursverluste der Chip-Titel Siltronic und Dialog Semiconductor nach einer Gewinnwarnung von Infineon.

Die Aktien von Infineon sackten nach einer pessimistischeren Jahresprognose des Chipkonzerns um mehr als fünf Prozent ab. Schwäche zeigt vor allem der chinesische Automobilmarkt als Abnehmer.

An der Spitze des Dax lagen Deutsche Bank mit einem Plus von knapp drei Prozent. An der MDax-Spitze fanden sich Commerzbank mit einem Gewinn von fünf Prozent. Als kursstützend werteten Händler Aussagen der EZB zu den historisch niedrigen Zinsen. Diese belasten die Erträge der Banken schon seit langem. Nun erwägen Europas Währungshüter Massnahmen gegen die Nebenwirkungen negativer Zinsen.

Die Aktien des Kunststoffspezialisten Covestro gewannen 2,3 Prozent. Sie folgten dem achtprozentigen Kurssprung des chinesischen Konkurrenten Wanhua, der laut einem Händler von positiven Preissignalen für ein wichtiges Schaumstoffvorprodukt profitierte.

Daimler-Aktien gewannen 1,9 Prozent. Der Autobauer steht laut «Financial Times» kurz vor dem Verkauf der Hälfte seiner Kleinwagentochter Smart an den chinesischen Autokonzern Geely. Die Zeitung berief sich auf informierte Kreise.

Papiere von Südzucker brachen nach hohen Wertberichtigungen des Zuckerproduzenten um fast zwölf Prozent ein. Händler monierten, dass die Zuckersparte das Problemkind des Konzerns bleibe. Südzucker will nun die Dividende mehr als halbieren.

Der Kohlefaserspezialist SGL Group hatte 2018 die eigenen Ziele übertroffen, was die Aktien um acht Prozent nach oben trieb. Die Aktien des Hamburger Hafenbetreibers HHLA gewannen nach einem positiven Geschäftsausblick 2,7 Prozent. Die Papiere des Werbevermarkters Ströer verbuchten nach den endgültigen Jahresergebnissen ein Plus von 3,6 Prozent.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss am Mittwoch u 0,08 Prozent höher auf 3322,04 Zählern. Die Börsen in Paris und London schlossen mit moderaten Abschlägen.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,09 Prozent am Vortag auf minus 0,13 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,15 Prozent auf 143,10 Punkte. Der Bund-Future legte am Abend um 0,47 Prozent auf 166,48 Punkte.

Der Eurokurs notierte zuletzt bei 1,1262 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1261 (Dienstag: 1,1291) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte somit 0,8880 (0,8857) gekostet.

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