Die zuerst in Indien entdeckte Variante des Coronavirus könnte bis zu 80 Prozent leichter übertragbar sein als die bislang vorherrschende britische Variante.
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Ex-Regierungsberater Neil Ferguson. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Epidemiologe Neil Ferguson sei die indische Variante ansteckender als die britische.
  • Der Vorteil könne zwischen 20 und 80 Prozent liegen.

Bis zu 80 Prozent Infektiöser sei die indische Variante des Coronavirus im Vergleich zu britischen. Das sagte der Epidemiologe Neil Ferguson vom Imperial College London in einer Online-Pressekonferenz am Mittwoch.

Es gebe dazu aber noch keine belastbaren Daten, so der Wissenschaftler weiter. Gewiss sei bislang nur, dass die indische Variante einen Vorteil habe. Der Vorteil könne zwischen 20 und 80 Prozent liegen. Noch sei daher nicht sicher, ob sich die Mutante als dominant durchsetzen werde – es sei aber wahrscheinlich.

Situation rund um Coronavirus positiver als Ende 2020

Trotzdem sieht der Wissenschaftler die Situation durch den Impffortschritt und die niedrigeren Fallzahlen in Grossbritannien positiver als Ende 2020. Damals führte die sogenannte britische Virus-Mutante B.117 zu einer heftigen neuen Infektionswelle in Grossbritannien. Kurze Zeit später auch in Kontinentaleuropa.

In Grossbritannien wurden bislang rund 3400 Infektionen mit der Variante registriert. Insgesamt ist die Zahl der Neuinfektionen aber landesweit auf einem sehr niedrigen Stand. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100'000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde zuletzt mit 23,7 angegeben.

Mehr als 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind inzwischen mindestens einmal geimpft. Eine zweite Impfung haben bereits 44 Prozent der Erwachsenen in dem Land erhalten.

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