Immer mehr Menschen in Deutschland sind geimpft. Was bedeutet das für mögliche Grossveranstaltungen? Die Bundesregierung wagt einen Ausblick für die Veransaltungsbranche - auch für Impfverweigerer.
Geschlossen sind die Eingangstüren zur Columbiahalle in Berlin. (Archivbild). Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa
Geschlossen sind die Eingangstüren zur Columbiahalle in Berlin. (Archivbild). Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Veranstaltungsbranche kann auf einen Neustart im Herbst hoffen.

«Mit zunehmender Impfquote bin ich trotz neuer Virusvarianten zuversichtlich, dass wir bald wieder zur Normalität zurückkommen», sagte Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Bareiss (CDU) der «Welt am Sonntag».

Natürlich müssten die Besucher geimpft oder getestet sein. «Wenn jeder ein Impfangebot bekommen hat, gibt es keinen Grund mehr, warum nicht auch Veranstaltungen mit 10.000 Besuchern oder mehr wieder möglich sein sollten.» Im Spätherbst könne es soweit sein. Er wolle sich für möglichst einheitliche Regeln in den Bundesländern einsetzen.

Was soll mit Impfverweigerern passieren?

Impfverweigerer müssen dann möglicherweise draussen bleiben. «Wer für sich die Freiheit in Anspruch nimmt, sich nicht impfen oder testen zu lassen, der muss auch die unternehmerische Freiheit des Veranstalters akzeptieren, ihn nicht hineinzulassen», sagte Bareiss.

Der Umsatz der Konzert- und Veranstaltungsbranche war im vergangenen Jahr um 80 Prozent im Vergleich zu 2019 eingebrochen. Für dieses Jahr rechnet der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft sogar mit einem Minus von 98 Prozent gegenüber 2019. «Insgesamt wären dann fast elf Milliarden Euro an Einnahmen verloren», sagt Verbandspräsident Jens Michow der Zeitung.

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