Brücke aus einem Guss - Neues 3D-Druckverfahren für Stahlbau

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    Wissenschaftler der Technischen Universität Darmstadt haben ein 3D-Druckverfahren für Stahlbauwerke wie Brücken aus einem Guss entwickelt.

    Die Wissenschaftler bauen derzeit in Darmstadt eine 2,80 Meter lange und 1,50 Meter breite Stahlbrücke. Foto: Boris Roessler/dpa
    Die Wissenschaftler bauen derzeit in Darmstadt eine 2,80 Meter lange und 1,50 Meter breite Stahlbrücke. Foto: Boris Roessler/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Natürlich gebe es bereits Brücken, die mit 3D-Druck gebaut wurden, sagte Ulrich Knaack von der TU Darmstadt.

    «Soweit wir das sehen, ist das die erste Brücke weltweit, die in diesem Verfahren gebaut wird», sagte Jörg Lange vom Institut für Stahlbau und Werkstoffmechanik der Uni bei der Vorstellung des Forschungsprojektes. Die Wissenschaftler entwickelten das Freivorbau-Verfahren und bauen in Darmstadt derzeit über Wasser eine 2,80 Meter lange und 1,50 Meter breite Stahlbrücke als Pilotprojekt.

    Natürlich gebe es bereits Brücken, die mit 3D-Druck gebaut wurden, sagte Ulrich Knaack von der TU Darmstadt. Dabei würden aber nur vertikal Bauteile erstellt. Die Einzelteile müssten dann später vor Ort montiert werden. Mit dem neuen Verfahren könne nun auch in der Schräge im Raum eine Fläche aufgeschichtet werden. Wenn nun zum Beispiel eine Brücke über einen Fluss gebaut werden soll, baut der Roboter Schicht für Schicht das Bauwerk vor sich auf, erläuterte Mitentwickler Thilo Feucht.

    «Da geht ein neues Feld auf, Träume von neuen geometrischen Formen im Stahlbau», sagte Knaack. Krumm, rund oder Schnörkel, mit diesem Verfahren könne man vieles optimieren. Auch seien Bauten möglich, wo Menschen aus Gefahrengründen nicht hin sollten, zum Beispiel der Bau des Sarkophags um den Reaktor nach der Tschernobyl-Katastrophe. «Das ist nicht die Lösung für Alles.» Es könne aber bei der Lösung spezieller Probleme helfen. Nach Angaben des Dekans des Fachbereichs Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Jens Schneider, ist es allerdings ein weiter Weg von der Forschung bis in die Anwendung. Die Kosten für das Projekt sind den Forschern zufolge noch nicht absehbar, da einige Werkstoffe und auch die Roboter gesponsert wurden.

    Beim 3D-Druck werden Werkstoffe Schicht für Schicht verschmolzen, bis die gewünschte Form entsteht. Heute werden bereits Raketenbauteile oder Ersatzteile für Züge in diesem Verfahren hergestellt.

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