Brandanschlag auf russisches Kulturzentrum in Prag
Unbekannte haben in Prag mehrere Brandflaschen auf das russische Kultur- und Wissenschaftszentrum geschleudert. Nach den Tätern werde gefahndet, teilte die tschechische Polizei bei X mit.

Es werde wegen des Vorwurfs der Sachbeschädigung ermittelt. Nach ersten Informationen kam niemand zu Schaden.
Das sogenannte Russische Haus liegt unweit der russischen Botschaft im Diplomatenviertel Dejvice. Es wird von einer russischen Regierungsagentur betrieben, die wegen der Verbreitung von Kreml-Propaganda auf der EU-Sanktionsliste steht. Dennoch werden weiter Sprachkurse angeboten, Übersetzerpreise verliehen und russische Filme gezeigt. Seit Jahren gibt es Forderungen nach der Schliessung der Einrichtung, die seit 1971 in der tschechischen Hauptstadt besteht.
Im vorigen April hatten Dutzende Aktivisten der Initiative «Stimme der Ukraine» vor dem Gebäude gegen den russischen Angriffskrieg gegen ihr Land demonstriert. Der damalige russische Botschafter in Tschechien, Alexander Smejewski, beklagte sich daraufhin über eine angebliche «ungesunde Atmosphäre» in Prag. Das tschechische Zentrum in Moskau ist wegen der russischen Invasion in die Ukraine seit März 2022 komplett geschlossen.










