Bodensee

    Bodensee-Pegelstand droht unter 2,50 Meter zu sinken

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Der Bodensee-Pegelstand könnte bald unter die Marke von 2,50 Metern fallen. Zuletzt wurden am Pegel Konstanz noch 2,53 Meter gemessen. Damit fehlen nur noch drei Zentimeter bis zu der Marke. Der Wasserstand liegt derzeit auf einem für die Jahreszeit extrem niedrigen Niveau. Wegen der anhaltenden Trockenheit und des natürlichen Jahresverlaufs rechnet die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) in den kommenden Wochen tendenziell mit einem weiteren Absinken.

    ARCHIV - Bei sonnigem Spätsommerwetter am Bodensee liegen einige Boote aufgrund des niedrigen Wasserstands auf dem Trockenen. Foto: Marius Bulling/onw-images/dpa
    ARCHIV - Bei sonnigem Spätsommerwetter am Bodensee liegen einige Boote aufgrund des niedrigen Wasserstands auf dem Trockenen. Foto: Marius Bulling/onw-images/dpa - Keystone/onw-images/Marius Bulling

    Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist auch erstmal keine Entspannung in Sicht. Der DWD prognostiziert für die Nacht zum Donnerstag eine Kaltfront mit schauerartig verstärkten Regenfällen. Zumindest zeitweise dürfte es wieder regnen – örtlich seien um 20 Liter pro Quadratmeter in wenigen Stunden möglich. «Es kann auch recht schwach sein», sagte ein DWD-Meteorologe.

    Für die ungewöhnliche Situation gibt es mehrere Gründe. Nach Angaben der LUBW fehlte nach einem schneearmen Winter das Schmelzwasser aus den Alpen. Dazu kamen seit Monaten zu geringe Niederschläge und eine hohe Verdunstung während des warmen Sommers.

    Allzeitrekord in Sicht

    Ein Allzeitrekord ist der aktuelle Pegelstand allerdings nicht: Die niedrigsten Wasserstände erreicht der Bodensee üblicherweise erst im Winter. Nach Angaben des Niedrigwasser-Informationszentrums Baden-Württemberg wurde der niedrigste Wasserstand seit Beginn der Auswertung 1850 mit 2,26 Metern Ende Februar und Anfang März 1858 gemessen.

    Der Bodensee folgt einem natürlichen Jahresrhythmus. Nach den meist hohen Wasserständen im Frühsommer und Sommer gehen die Zuflüsse zum Spätsommer zurück. Im Herbst und Winter fällt ein grosser Teil des Niederschlags in den Alpen als Schnee und wird zunächst gespeichert. Entsprechend sinkt der Wasserstand normalerweise weiter, bevor er mit der Schneeschmelze im Frühjahr wieder steigt.

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    Kommentare

    User #4066 (nicht angemeldet)

    Wahnsinn, als Kind durfte man einen gefrorenen Boden-See mit-erleben und als erwachsene nun jetzt einen austrockenden Boden-see. Cool ned?🙄

    User #4653 (nicht angemeldet)

    Egal wieviel es jetzt noch regnet, der Wasserstand kann sich davon nicht mehr erholen. Ab Januar bis März wird das ein Trauerspiel hier.

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